Angst um Euro: Österreicher für Griechenland-Hilfe

Das Vertrauen der Österreicher in den Euro leidet durch die aktuelle Krise, eine Mehrheit der Befragten hält aber Hilfe für Griechenland für notwendig.
Euro-Länder lassen Griechenland zappeln

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, von der der “Kurier” (Dienstagausgabe) berichtet. Die Antwort auf anstehende Herausforderungen sieht die Mehrheit der Österreicher in einer verstärkten Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsländer und nicht in nationalen Alleingängen oder gar in einem Austritt aus derEuro-Zone oder der EU. So sprechen sich rund 75 Prozent der Befragten für eine möglichst enge Zusammenarbeit der EU-Länder aus, um Europas Stellung im globalen Wettbewerb zu sichern.

Österreicher wollen bankrottes Griechenland nicht hängen lassen

60 Prozent der Befragten stimmten zu, dass Österreich das verschuldete Griechenland nicht hängen lassen sollte und als EU-Mitglied Solidarität mit Griechenland zeigen müsse. Der Aussage, dass ein Bankrott Griechenlands noch schlimmere Folgen hätte, stimmten 58 Prozent zu. Allerdings meinten auch 48 Prozent, dass Griechenland seine Probleme selbst in den Griff bekommen müsse.

Was das Vertrauen in die gemeinsame Währung von 17 EU-Staaten angeht, haben 47 Prozent der Befragten “großes” oder “sehr großes Vertrauen” in den Euro. 53 Prozent haben allerdings nur ein “geringes” oder “kein Vertrauen” in die gemeinsame Währung.

Angst, Schuldenkrise gefährde den Euro

Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) fürchtet, dass der Euro durch die Schuldenkrise in Griechenland, Portugal und Irland gefährdet ist. 38 Prozent sind nicht dieser Meinung. Hier äußern vor allem ältere Befragte Befürchtungen, aber auch 41 Prozent der Österreicher mit Universitätsabschluss sehen eine Gefährdung des Euro, zitiert der “Kurier” aus der Umfrage. (APA)

  • VIENNA.AT
  • Wirtschaft
  • Angst um Euro: Österreicher für Griechenland-Hilfe
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen