Angehäufte Urlaubsansprüche belasten Handel: Kritik an Hilfen

Im Handel haben sich während der Coronakrise die Urlaubsansprüche angehäuft - das wird zunehmend zum Problem.
Im Handel haben sich während der Coronakrise die Urlaubsansprüche angehäuft - das wird zunehmend zum Problem. ©APA (Sujet)
Aufgrund der Kurzarbeit sammeln sich im Handel die Urlaubsansprüche. Diese werden zunehmend zum Problem, denn es gibt zwar Hilfen dafür, doch der Handel würde um diese vielfach umfallen, kritisiert Handelsobmann Rainer Trefelik. Handelsunternehmen, deren Beschäftigte seit November des Vorjahres zwar dauerhaft in Kurzarbeit, jedoch nicht durchgängig von der Schließung betroffen waren, würden den Zuschuss nicht bekommen.

Die Bundesregierung hat vor knapp einer Woche ein weiteres Paket mit Hilfen für die Wirtschaft, Sport sowie Kunst- und Kulturbetriebe geschnürt. In Summe werden 430 Mio. Euro ausgeschüttet. Mit dem Geld werden Unternehmen im Lockdown mit Kurzarbeit die Zahlung von Urlaubsgeld erleichtert, Trinkgeldverlust ausgeglichen, der Ausfallsbonus aufgestockt und Gastgärten gefördert. Betriebe, die unter den Lockdown fallen und seit November in Kurzarbeit sind, erhalten pro Mitarbeiter 825 Euro Netto als Zuschuss zu den angehäuften Urlaubsansprüchen.

"Unsere Branche wird hier benachteiligt", findet Trefelik. Bisher verzeichne die Branche krisenbedingte Umsatzeinbrüche von knapp 10 Mrd. Euro. "Und auch seit der Öffnung des Handels leiden viele Unternehmen an Umsatzrückgängen - die fehlende Tagesgastronomie und der Wegfall der Touristen spiegeln sich in den Umsätzen", so der Branchenvertreter.

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(APA/Red.)

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