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"An der Nase herumgeführt"

Ein enttäuschter Formel-1-Fan wittert eine strafbare Handlung bei der Ferrari-Stallorder Der Schuhmacher-Sieg führte zu einer Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft

Dass beim Formel-1-Rennen am Sonntag in Spielberg wegen einer Stallorder im letzten Moment Michael Schuhmacher vor Rubens Bricello den Sieg holte, ließ einem Grazer keine Ruhe:
Der 41-Jährige verfasste umgehend eine Sachverhaltsdarstellung , die er der Staatsanwaltschaft Graz übermittelte. Darin ist vom „Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betruges“ die Rede. Der leitende Staatsanwalt Horst Sigl meinte auf APA-Anfrage allerdings, dass das „für einen Strafjuristen eher keine Sache ist“.

Wolfgang P. hatte unmittelbar nach dem Rennen seinen Text aufgesetzt und der Staatsanwaltschaft Graz gefaxt. In seinem Schreiben ist die Rede davon, dass „tausende Zuseher an der Nase herum geführt“ wurden, und es sei allen klar gewesen „dass hier der Ausgang des Rennens manipuliert“ gewesen sei. Seiner Meinung nach wären wohl „wesentlich weniger oder gar keine Zuseher gekommen und hätten teures Geld bezahlt, hätten diese gewusst, dass der Ausgang des Rennens manipuliert würde“. Ein weiterer Aspekt sei, dass durch dieses Ergebnis die Wettbüros „Geld an die falschen Leute bezahlt“ hätten.

Der Leiter der Staatsanwaltschaft Graz, Horst Sigl, erklärte, er glaube nicht, „dass etwas dahinter“ sei. „Der Vorsatz hätte bereits beim Kartenverkauf gegeben sein müssen, und da hat ja niemand gewusst, wie das Rennen laufen wird“. Außerdem glaube er nicht, dass eine Stallorder Betrug sein könne: „Das ist ein sportliches Problem“, ich sehe keine strafrechtliche Komponente“, so Sigl.

Die Sachverhaltsdarstellung wird nun nach Leoben an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Dort muss dann entschieden werden, ob man sich der Meinung der Grazer Kollegen anschließt und nicht unternimmt, oder ob gegen Ferrari ermittelt wird.

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