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AMS erwartet weiteren Arbeitslosenanstieg in der Corona-Krise

Der Chef des Arbeitsmarktservice (AMS) erwartet einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen während der Corona-Krise.
Der Chef des Arbeitsmarktservice (AMS) erwartet einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen während der Corona-Krise. ©APA (Sujet)
Der Chef des Arbeitsmarktservice (AMS), Johannes Kopf, erwartet in den nächsten Wochen aufgrund der Corona-Krise einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen. "Sehr viele Menschen fangen jetzt nicht mit der Arbeit an", so AMS-Vorstand Johannes Kopf am Mittwoch. Der "entscheidender Punkt" sei, wie lange die Maßnahmen zur Coronavirus-Eindämmung fortgeführt werden.
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"Je schneller die Restriktionen gelockert werden, desto eher werden die Arbeitslosenzahlen sinken", so der AMS-Chef. Etwa in der Landwirtschaft und am Bau hätte es im April neue Jobs gegeben, auch andere verfügbare offene Stellen könnten wegen der Pandemie derzeit nicht besetzt werden. Kopf verteidigte auch die Coronavirus-Kurzarbeitslösung der Regierung. "Das Kurzarbeitsmodell bremst die Arbeitslosigkeit stark."

Rekordzahl von Arbeitslosenanträge bei AMS in Arbeit

Das Arbeitsmarktservice muss aktuell eine Rekordzahl von Arbeitslosen- und Kurzarbeitsanträgen bearbeiten. "Es gibt für solche Krisen keine Blaupausen und Rezepte", so Kopf. Es sei für das AMS "eine noch nie dagewesene Belastungsprobe".

Wie viel der rasante Anstieg der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit den Staat kosten wird, wollte der AMS-Chef nicht prognostizieren. Eine "vernünftige Schätzung" sei derzeit nicht möglich. Die von der Gewerkschaft geforderte Erhöhung des Arbeitslosengeldes sieht Kopf als "politische Frage". Auch Fragen rund um eine Verlängerung von Arbeitslosenansprüchen wegen der Coronakrise müsse man an die Politik stellen.

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(APA/Red.)

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