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AMS: Betriebsrat drängt auf mehr Personal und droht mit Streik

Beim AMS fühlt man sich von der Politik im Stich gelassen.
Beim AMS fühlt man sich von der Politik im Stich gelassen. ©APA
Beim AMS werden mindestens 652 Vollzeitstellen mehr gefordert. Die Belegschaft sei am Limit, von März bis Juni seien 73.000 Überstunden angefallen.

Der Betriebsrat des Arbeitsmarktservice (AMS) macht der Politik Druck für mehr Personal und hat am Freitag in einem Schreiben an die Belegschaft zu einer Urabstimmung über Kampfmaßnahmen - bis hin zum Streik - aufgerufen, wie die Tageszeitung "Kurier" am Freitag online berichtete. Gefordert werden mindestens 652 Vollzeitstellen mehr.

Von März bis Juni seien für die Belegschaft 73.000 Überstunden angefallen, so Zentralbetriebsratsobmann Heinz Rammel laut der Zeitung. Im Zeitraum zwischen März und Mai habe das AMS-Personal 200.000 zusätzliche arbeitslose Menschen betreut und über 110.000 Kurzarbeitsanträge bearbeitet. Die Belegschaft sei "am Limit", so Rammel. "Wir fühlen uns von der Politik im Stich gelassen."

AMS-Betriebsrat macht Druck für mehr Personal

Im Herbst werde sich die Lage nicht bessern, viel eher wird eine Zunahme der Arbeitslosigkeit und damit der Arbeit erwartet. Das zusätzliche Personal müsse daher rasch eingestellt werden, damit eine Einschulung noch vor dem Herbst stattfunden könne. Die Aufstockung würde laut Rammel rund 30 Mio. Euro mehr Budget in Anspruch nehmen.

Die Urabstimmung über die gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen laufe vom 17. August bis zum 11. September. Betriebsversammlungen sollen wegen Corona-Sicherheitsmaßnahmen keine stattfinden.

(APA/Red)

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