Altach und Austria brauchen Punkte

SCR Altach und Austria Wien, die am Sonntag die 33. Bundesliga-Runde abschließen, benötigen Zählbares.

Der Tabellenachte aus dem “Ländle” will Punkte im Kampf gegen den Abstieg und die drittplatzierten Gäste möchten Zähler mitnehmen im Fernduell mit dem derzeit gleichaufliegenden LASK um den UEFA-Cup-Startplatz.

In der unteren Tabellenregion könnte schon an diesem Wochenende aus dem Drei- ein Zweikampf um den Klassenerhalt werden. “Wenn Austria Kärnten und Wacker Innsbruck jeweils auswärts gegen Rapid bzw. Sturm Graz nicht gewinnen, könnte uns ein Remis gegen die Austria schon aller Sorgen entledigen”, spekuliert SCR-Trainer Heinz Fuchsbichler, der hofft, dass seine zuletzt in vier Heimspielen dreimal siegreiche Truppe schnell zu ihrem Spiel findet.

“Zu Hause können wir jeden Großen schlagen. Sie kommen immer zu uns, um zu gewinnen”, sagt der Trainer und Sportdirektor, dessen Mannen nach der Austria zu Rapid müssen und Salzburg zu Gast haben. Die Statistik beweist die Heimstärke der Vorarlberger, die im Schnabelholz Rapid (2:1) und Austria (1:0) besiegt und gegen LASK und Salzburg remisierten. “Unsere Blicke sind in der Tabelle nicht nach unten, sondern nach oben, nach Ried gerichtet”, sagt SCR-Vizepräsident Christoph Längle zuversichtlich.

Die Partien gegen die Austria wären immer heiß gewesen, so Fuchsbichler. Der kleine und unebene Platz sowie die Nähe der Zuschauer, von denen diesmal wieder viele erwartet werden, vermittelt eine besondere Atmosphäre. “Der Platz ist der unangenehmste der Liga”, meinte Austrias Joachim Standfest. Seit dem Aufstieg Altachs 2006 gab es zwischen den zwei Vereinen im Schnabelholz drei Treffen, zweimal siegten die Hausherren, einmal die Gäste, wobei das Resultat immer 1:0 lautete.

Zuletzt siegten die Altacher am 3. November 2007 durch ein Schiemer-Eigentor in der 94. Minute, der Austria-Erfolg datiert vom 1. April 2007, also vor fast genau einem Jahr, als die Violetten nur noch zehn Mann (Gelb-Rot Ertl) zählten, aber Lasnik traf. Austria-Kapitän Jocelyn Blanchard erwartet ein schwieriges Spiel: “Aber wir spielen um den dritten Platz, für den UEFA-Cup. Dafür werden wir alles geben. Wenn wir in Altach gewinnen, wäre das ein sehr großer Schritt.” Die Austria habe genug Qualität im Kader, um Dritter zu werden.

“Wir wollen dann auch in Salzburg und zu Hause gegen Innsbruck auf Sieg spielen”, kündigte der Franzose, dem es egal ist, wer Meister wird, vor den letzten drei Runden an. Die Austria ist ins internationale Geschäft gut unterwegs, hat sieben Punkte aus drei Partien geholt und vier Zähler Rückstand auf den LASK wettgemacht. “Dass wir Dritter sind, ist trotzdem nur eine Momentaufnahme. Den Sack wollen wir so rasch wie möglich zumachen”, sagt der seit drei Runden im Amt befindliche Austria-Trainer Didi Constantini.

Vor den Vorarlbergern zeigt der Tiroler Respekt, sie seien auch spielerisch gut und hätten vorne zwei gefährliche Lange. “Von der Stärke her wird diese Mannschaft für mich unterschätzt. Außerdem entsteht auf einem kleinen Platz wie dort immer wieder Hektik, die sie schon mehr als einmal für sich genutzt haben. Das Wichtigste wird daher sein, kühlen Kopf zu bewahren, Zweikämpfe anzunehmen, ballsicher zu agieren und auch in dieser heißen Atmosphäre so gut wie möglich unsere Vorzüge auszuspielen”, skizzierte Constantini die Marschroute.

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