"Alpinale": Gefühle sind wieder gefragt

Nenzing - Beim Filmfestival Alpinale in Nenzing wurden sechs goldene Einhörner verliehen. Mit über 2.500 Filminteressierten konnte ein neuer Besucherrekord erzielt werden.

Bei den Vorarlbergern Florian Dünser und Nikolaus Kargl geht es um eine Schwärmerei, die sich offensichtlich lohnte. Ihr Streifen „Die Geschichte von Bernd und Maria“ wurde gestern Abend von der Jury als bester Film der Schiene „Vorarlberg Shorts“ ausgezeichnet. Die unbeschwerte Story werde mit minimalsten Mitteln erzählt, heißt es. Auch beim besten Animationsfilm werden Gefühle wieder großgeschrieben, das „Tagebuch einer perfekten Liebe“ des Deutschen Sebastion Peterson kommt zwar nicht ohne Horror aus, ist aber dennoch sehr romantisch.

Gleich zwei Preise, darunter den bedeutendsten, und zwar jenen der Jury, erhielt Michaela Kezele für „Milan“. Eine Familie im ehemaligen Jugoslawien versucht den Krieg auszuklammern: „Geschickt verwobene Handlungsstränge, überraschende Wendungen und sehr gutes Schauspiel“, heißt es in der Jury-Erklärung. Das Publikum hat sich übrigens für den berührenden Familienfilm „Das gefrorene Meer“ entschieden.

Tolle Kinderfilme

Abgesehen von gestiegenen Besucherzahlen (insgesamt kamen rund 2500 Filminteressierte nach Nenzing) konnte „Alpinale“-Leiter Christian Wachter auch von einem sehr gut angenommenen Kinderfilmfestival berichten. Allein am Samstagnachmittag kamen über 300 Kinder, die von den „VN“ zudem mit Süßigkeiten beschenkt wurden.

Zu den Zielen für die „Alpinale“ im nächsten Jahr zählen, so Wachter, der Ausbau des Jugendangebotes mit Workshops durch die „hoffentlich verstärkt anwesenden Filmemacher“.

Preisträger der „Alpinale“ 2007

  • Preis der Jury: „Milan“ (Serbien/D) von Michaela Kezele
  • Bester Film der Vorarlberg Shorts: „Die Geschichte von Bernd und Maria“ (A) von Florian Dünser und Nikolaus Kargl
  • Bester Animationsfilm: „Tagebuch einer perfekten Liebe“ (D) von Sebastian Peterson
  • Jean-Thevenot-Medaille: „Die Kneipe“ (D) von Gabriel Gauchet und Andrzej Krùl
  • Bester Hochschulfilm: „Milan“ (Serbien/D) von Michaela Kezele
  • Bester Professioneller: Film „Clases Particulares“ (E) von Alauda Ruiz de Azœa
  • Preis des Publikums: „Das gefrorene Meer“ (D/A) von Lukas Miko
  • Bester Kinderfilm: „Blöde Mütze“ (D) von Johannes Schmid
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