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Alonso fürchtet McLaren mehr

Formel 1-Weltmeister Fernando Alonso hat nicht Michael Schumacher, sondern McLaren-Pilot Kimi Räikkönen vor dem Grand Prix von Europa am Sonntag auf dem Nürburgring als Hauptkonkurrenten ausgemacht.

Der spanische Renault-Pilot verwies im Vergleich mit Ferrari und Michael Schumacher auf die konstant gute Performance der Michelin-Reifen. Die Zukunft Schumachers wird sich auch beim Heimrennen am Wochenende noch nicht entscheiden. “Es gibt am Nürburgring keine Entscheidung. Diese fällt Mitte des Jahres”, sagte Schumacher-Manager Willi Weber. Der Vertrag des 37-jährigen Rekordweltmeisters bei Ferrari läuft mit Saisonende aus. Vieles deutet aber darauf hin, dass Schumacher den Italienern die Treue hält.

Die Ferrari-Führung will den Deutschen in seiner Entscheidung “nicht unter Druck setzen”. Denn Schumacher soll seinen Kopf frei haben, um nach seinem Sieg-Comeback in Imola auf dem Nürburgring einen weiteren Triumph nachzulegen. “Wir glauben, dass wir absolut konkurrenzfähig sein werden”, meinte der siebenfache Weltmeister.

Das hätte auch Räikkönen in den vergangenen drei Saisonen tun können. 2003 und 2004 war dem Finnen jeweils der Motor ausgefallen, im Vorjahr brach nach einem Reifenschaden die Radaufhängung am in Führung liegenden McLaren-Mercedes. “Ich hoffe heuer auf ein weniger dramatisches Rennen”, sagte Räikkönen, der zuletzt drei Grand Prix in Folge nicht beendet hatte.

WM-Leader Alonso sieht McLaren-Mercedes als den härtesten Konkurrenten. “Ich erwarte einen harten Kampf, denn sie haben die gleichen Reifen wie wir”, meinte der Asturier, der im Vergleich zum Ferrari-Lieferanten Bridgestone auf die Stärke der Michelin-Pneus baut. “Die Unterschiede zwischen den Teams sind aber weit geringer als es der WM-Stand (Alonso führt 15 Punkte vor Schumacher) vermuten ließe”, warnte der Weltmeister, der auf einen neuen Motor zurückgreifen kann.

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