Alle für Uma - Kritik und Trailer zum Film

In "Alles für Uma" wird nicht die feine Klinge geführt: Die italienisch-österreichische Komödie, in der Schauspielerin Laura Bilgeri als titelgebende Prinzessin Uma in einem recht chaotischen Männerhaushalt aufräumt, setzt ganz auf Kitsch, Klamauk und absurde Inszenierung. Die Familienkomödie wird es beim Publikum wohl schwer haben.

Wer auf Kitsch allergisch reagiert, der sollte um "Alle für Uma" einen großen Bogen machen: Die italienisch-österreichische Komödie mit Laura Bilgeri als naiv-gutmütige Prinzessin im Stile einer Mary Poppins trieft nämlich nur so vor süßlichen Sequenzen, absurdem Klamauk und Lebensbotschaften, die mit dem Holzhammer eingeschlagen werden. Wer dennoch wissen will, wie diese Uma einen italienischen Männerhaushalt umkrempelt, kann sich ab Freitag schlau machen.

Alle für Uma - Kurzinhalt zum Film

Dabei ist allerdings einiges an Geduld erforderlich, um der titelgebenden Prinzessin zu begegnen. Denn eigentlich geht es im Film von Susy Laude und Elly Senger-Weiss, der in Italien bereits vergangenen Sommer in den Kinos zu sehen war, um die Winzer-Familie Ferliga. Großvater Attila ist der Patriarch dieser schrägen Truppe, zu der noch sein Kurzvideos drehender Bruder Santi sowie sein Bienen züchtender Sohn Ezio gehören. Und nicht zu vergessen Ezios kleine Buben Francesco und Emanuele, genannt der Zwerg.

Dass bei so einer Konstellation - noch dazu im Komödienfach - das Chaos vorherrscht, versteht sich von selbst. Von Beginn an als Märchenerzählung angelegt, ist es also kein Wunder, dass eines Nachts eine waschechte Prinzessin aus Österreich ins Kinderzimmer von Emanuele schneit. Da ihr Name viel zu kompliziert zu merken ist, wird aus ihr kurzerhand Uma - nach der Hollywoodschauspielerin Uma Thurman. Die Buben schleusen sie als Au Pair in den Familienhaushalt ein, was natürlich nicht ohne Folgen bleibt. So jedenfalls die Theorie.

Alle für Uma - Die Kritik

Im Endeffekt wird daraus eine leidlich charmante Geschichte, bei der die männlichen Egos viel deutlicher im Vordergrund stehen als allfällige Auswirkungen von Umas Präsenz. Bilgeri muss in der Rolle ohnehin ein Abziehbild bleiben: Ihre Prinzessin, die natürlich vor einer anstehenden Hochzeit in die italienische Idylle geflohen ist, erhält kaum Gelegenheiten, mehr als nur die üblichen Stereotype zu bedienen. Hinzu kommen viel zu viele slapstickhafte Szenen, die selbst Fans von Stan & Ollie die Schamesröte aufsteigen lassen dürften.

Nach eineinhalb Stunden haben aber, eh klar, alle ihre Verwandlung durchgemacht und ist das Spumante-Geschäft der Familie gerettet. Ende gut, alles gut? Wohl nur, wenn man sich mit einer Fülle an Klischees (österreichische Adelige lieben Krapfen!) abspeisen lässt. Dieser Italo-Klamauk mit dezent rot-weiß-rotem Anstrich macht allerdings keineswegs satt, geschweige denn wird gute Laune verbreitet. Wer auf der Suche nach einem familientauglichen Feel-Good-Movie ist, sollte diesen italienischen Landstrich besser meiden.

(APA/Red)

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