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Alexander McQueen - Kritik und Trailer zum Film

Das Leben und die Karriere von Modedesigner Alexander McQueen zeichnet der gleichnamige Dokumentarfilm von Ian Bonhote und Peter Ettedgui nach. In ihrer äußerst ästhetischen Arbeit geht es den Filmemachern weder um Voyeurismus, noch um Schönfärberei. Viel Einfühlungsvermögen und viel Bewunderung steht die klare Benennung der durchaus dunklen Seiten McQueens Leben gegenüber, das von Missbrauchserfahrungen, HIV-Erkrankung und Drogenmissbrauch gekennzeichnet war.

Am Ende erhängt sich Alexander McQueen 2010 im Alter von 40 Jahren am Tag vor der Beerdigung seiner Mutter. Am Beginn steht ein pummeliger, energiegeladener Teenager aus einem bildungsfernen Haushalt im Londoner East End. Alles, was dazwischen lag, beleuchtet der ästhetische Dokumentarfilm “Alexander McQueen” der beiden Filmemacher Ian Bonhote und Peter Ettedgui. Ab Freitag im Kino.

Alexander McQueen: Kurzinhalt zur Dokumentation

Spätestens seit McQueen 1993 sein eigenes Label gegründet hatte, stieg er als Enfant terrible zu einer der dominierenden Figuren im Modegeschäft auf. Hatte der Teenager während seiner Ausbildung noch “I am a Cunt” in das Futter eines Sakkos eingenäht, das für Prinz Charles bestimmt war, mutierte er in Rekordzeit zum fettabgesaugten Modezar, der die saturierte Fashionwelt mit seinen Shows in Atem hielt.

Seine Models trugen Recyclingmaterialien auf, stolzierten mit Zombiepupillen oder als Opfer Jack the Rippers über die Bühne. McQueen ließ ein Model im weißen Kleid von zwei Industrierobotern besprühen, hob vermeintliche Hässlichkeit ins Rampenlicht seiner Shows, die im Grenzbereich zwischen Kunstperformance und Modeschau angesiedelt waren. Der Designer wurde dabei immer mehr zum Egomanen, der aber zugleich andere inspirierte, zum Vielarbeiter, der 14 Kollektionen pro Jahr kreierte und als Kerze an beiden Ende brannte.

Alexander McQueen: Die Kritik

Bonhote und Ettedgui halten sich zwar streng chronologisch an diesen Aufstieg und Fall, greifen auf größtenteils unveröffentlichtes Archivmaterial zurück und lassen eine ganze Kohorte an Wegbegleitern im Interview zu Wort kommen. Zugleich gestalten sie ihre Arbeit hochästhetisch, gliedern diese in sechs Kapitel und setzen als dominierendes Element Musik von McQueens Lieblingskomponisten Michael Nyman ein, der auch eigens eine “Sarabande for McQueen” geschrieben hatte.

Dabei geht es den Regisseuren weder um Voyeurismus, noch um Schönfärberei. Viel Einfühlungsvermögen und viel Bewunderung steht die klare Benennung der durchaus dunklen Seiten McQueens Leben gegenüber, das von Missbrauchserfahrungen, HIV-Erkrankung und Drogenmissbrauch gekennzeichnet war. Einstige Weggefährten wie die Muse Isabella Blow ließ er beim Aufstieg fallen – und zum Schluss sich selbst. Und doch bleibt am Ende das Oeuvre eines Mannes, der die meisten Menschen auf seinem Lebensweg in der einen oder anderen Form berührte und inspirierte.

>> Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)

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