Alaba will bei EM "ein Stück weit Geschichte schreiben"

David Alaba und das Team träumen vom EM-Achtelfinale.
David Alaba und das Team träumen vom EM-Achtelfinale. ©APA/ROBERT JAEGER
Am Montag geht es für Österreich gegen die Ukraine bei der Fußball-EM 2021 um einen möglichen ersten Achtelfinal-Einzug des ÖFB-Teams. "Wir wollen diesen Schritt gehen, unser Ziel erreichen und mit diesem Ziel auch irgendwo ein Stück weit Geschichte schreiben", sagte Kapitän David Alaba am Sonntagnachmittag in einer Pressekonferenz.
So gelingt Österreich der Aufstieg

Der künftige Real-Madrid-Profi war bereits bei der verpatzten EM 2016 dabei, als das ÖFB-Team zum Abschluss der Gruppenphase ein Entscheidungsspiel gegen Island zu bestreiten hatte.

EM-Match gegen Ukraine mit Finalcharakter

Damals mussten die Österreicher gewinnen, um im Turnier zu bleiben - am Ende setzte es in Paris ein 1:2. Diesmal dürfte auch ein Unentschieden reichen, um als einer der vier besten Gruppendritten aufzusteigen. "Es ist uns allen bewusst, dass dieses Spiel Finalcharakter hat", meinte Alaba. "Wir wollen es für uns entscheiden."

EURO 2021: "Die Vorfreude ist riesig"

Nicht nur für ihn selbst hätte die Begegnung eine hohe Bedeutung. "Ich sehe es bei jedem Einzelnen, wie wichtig dieses Spiel für uns alle ist." Der ÖFB-Star hob, auf Frankreich 2016 angesprochen, den Teamgeist und die ausgezeichnete Stimmung hervor, die derzeit in der Mannschaft herrsche. "Die Vorfreude ist riesig. Die Spannung beginnt auch langsam, sich aufzubauen. Jeder einzelne von uns ist heiß auf das Spiel."

Alaba wird am Donnerstag 29 Jahre alt. Ob er seinen Geburtstag lieber mit seinen ÖFB-Kollegen oder mit seiner Familie feiern würde? "Dieses Jahr bei der Mannschaft", sagte Alaba. Das würde bedeuten, dass Österreich erstmals bei einer EM die Gruppenphase überstanden hätte. Die möglichen Achtelfinal-Termine sind am Samstag (26. Juni) in London sowie in der Woche darauf am Montag (28. Juni) in Bukarest und am Dienstag (29. Juni) in Glasgow.

Österreich träumt vom EM-Achtelfinale

Bei einem Sieg gegen die Ukraine würden die Österreicher als Gruppenzweiter am 26. Juni in London weiterspielen. Zu diskutieren ist, wie viel Risiko man dafür eingehen sollte. "Ich glaube, dass unsere Spielweise an sich etwas Risiko mit sich bringt", erklärte Alaba. "Wir wollen den Ball haben, Fußball spielen, sicherlich auch offensiven Fußball spielen." Auch gegen die Niederlande (0:2) habe man mit einer defensiven Fünferkette gespielt, "die sehr hoch gestanden ist, die mutig war. Das wollen wir morgen auch sein."

Im Zentrum dieser Kette hatte Alaba zum EM-Auftakt gegen Nordmazedonien (3:1) als Spieler des Spiels geglänzt. Gegen die Niederlande verursachte er früh einen Elfmeter. 167 seiner bereits 190 gespielten Pässe im Turnier hat der bisherige Bayern-München-Mann angebracht. In den ersten beiden EM-Runden fanden ausschließlich Akteure der Mitfavoriten Spanien und Deutschland öfter den Mitspieler.

"Aus der Position heraus, die ich in den ersten zwei Spielen bekleidet habe, schaue ich, wie ich meine Mitspieler am besten in Position bringen kann, wo der nächste Raum sein könnte, oder wo der dritte Pass dann irgendwo landen könnte", erklärte Alaba. Es ist eine Art Spielgestalter, ein moderner Libero, den Allrounder Alaba bei der Europameisterschaft erstmals im ÖFB-Team gegeben hat. Ob Teamchef Franco Foda seinen Star gegen die Ukrainer erneut in dieser Rolle einsetzen wird, ist offen.

(APA/Red)

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