AKH-Skandal: Suspendierung und Versetzungen

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat im Zusammenhang mit der Zivildiener-Affäre im Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) auf die erstinstanzlichen strafrechtlichen Entscheidungen reagiert.

Der wegen Amtsmissbrauchs zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilte langjährige AKH-Pflegedirektor wird unverzüglich suspendiert, gab KAV-Sprecherin Andrea Danmayr am Freitag bekannt. Der 43-Jährige war nach Bekanntwerden der gegen ihn gerichteten Vorwürfe vom AKH an einen anderen Arbeitsplatz im Bereich des KAV versetzt worden.

KAV: Mehr als nur eine Versetzung

Demgegenüber wurden die beiden Oberpfleger, die Vorgesetzte mit dem Erstellen von Dienstplänen für die physisch im AKH nicht vorhandenen drei Zivildiener beauftragt hatten, sofort außer Dienst gestellt. Obwohl die zwei Pfleger nun in erster Instanz freigesprochen wurden, bleiben sie weiter suspendiert.

Der KAV geht davon aus, dass sie in jedem Fall dienstrechtliche Verfehlungen gesetzt haben. Welche endgültigen disziplinären Folgen die Affäre für sie haben wird und ob sie wieder ans AKH zurückkehren können, wird erst nach Vorliegen einer endgültigen strafrechtlichen Entscheidung geklärt. Noch steht nicht fest, ob der Staatsanwalt gegen ihre Freisprüche ein Rechtsmittel einlegen wird.

Auch der derzeitige Pflegedirektor sowie eine im Personalmanagement der Pflegedirektion tätige Stationsschwester, die in der Causa ebenfalls zur Anklage gebracht worden waren und freigesprochen wurden, werden vorerst nicht an ihre Schreibtische am AKH zurückkehren. Die beiden waren ans Otto-Wagner-Spital bzw. Kaiser-Franz-Josef-Spital versetzt worden. Diese Versetzungen bleiben vorerst aufrecht

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