AKH: Schlafmittel im Morgenkaffee

AKH: Beruhigungsmittel im Kaffee?
AKH: Beruhigungsmittel im Kaffee? ©bilderbox.at
Ein merkwürdiger Vorfall am Wiener AKH beschäftigt derzeit die Polizei: Drei Mitarbeiter des Spitals sind seit dem Genuss ihres Morgenkaffees Donnerstag früh krank. Im Kaffee waren Benzodiazepine, die gewöhnlich in Schlafmitteln vorkommen.

Versehen oder Absicht? Drei Mitarbeiter am Wiener AKH sind Donnerstag früh von Schlafmittel niedergestreckt worden und seither krank. Nach einer Tasse Kaffee gegen 7.00 Uhr befiel zwei Krankenschwestern und einen Arzt plötzlich Schwindel und Übelkeit – Symptome wie nach einer Beruhigungsmittel-Einnahme traten auf, teilte das Spital in einer Aussendung mit. Ein Test bestätigte die Vermutung: Laut Polizei wurden Benzodiazepine nachgewiesen – sie kommen gewöhnlich in Schlafmitteln vor.

Ob eine kriminelle Tat oder ein Unfall hinter diesem Vorfall steckt, war am Donnerstag noch ungeklärt. “Wir ermitteln in alle Richtungen”, so ein Polizeisprecher. Die betroffenen Krankenschwestern sowie der Arzt waren am Nachmittag bereits wieder wohlauf und befanden sich in häuslicher Pflege. Sie konnten nach der medizinischen Erstbetreuung im Spital entlassen werden. Lebensgefahr oder ein bedrohlicher Gesundheitszustand war laut Polizei zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Die Betroffenen – eine 42-jährige Pflegerin, ihre 52-jährige Kollegin sowie ein 31-jähriger Mediziner – hatten sich den Kaffee gemeinsam im Personalaufenthaltsraum zubereitet und auf ihrer Station getrunken, hieß es im AKH. “Nach dem Konsum ist den zwei Schwestern und dem Arzt um ca. 8.00 Uhr schlecht geworden”, erklärte der Polizeisprecher. “Die drei sind dann in die Notfallambulanz gegangen. Dort wurde festgestellt, dass sie gewisse Vergiftungserscheinungen haben.”

Das Personal veranlasste daraufhin selbst einen Test. Im Harn der Erkrankten wurden laut Polizei Spuren von Benzodiazepinen festgestellt. Auch im Rest des Kaffees aus einer Thermoskanne fand man den Stoff.

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