Aich/Dob schlug in Champions League Nowosibirsk

Volleyball-Meister Aich/Dob hat zum Abschluss seiner ersten Champions-League-Saison am Mittwoch im Klagenfurter Sportpark den russischen Titelverteidiger Lokomotiw Nowosibirsk sensationell 3:2 besiegt. Daraus resultieren die ersten beiden Punkte der beiden ÖVV-Vereine in der europäischen Königsliga. Denn Vizemeister Tirol hatte schon davor in Rumänien bei Tomis Constanta 1:3 verloren.


Gegen groß kämpfende Kärntner hatten die Russen nach abgegebenem ersten Satz auf 2:1 gestellt, wobei aus Sicht von Aich/Dob der Verlust von Satz drei unnötig war. “Das war unglücklich”, sagte danach Club-Manager Martin Micheu. “Da haben wir dumme Fehler gemacht.” Doch die Gastgeber rissen sich am Riemen und erreichten mit dem 2:2 zumindest einmal den Gewinn des ersten Champions-League-Punktes in ihrer Clubgeschichte.

Dabei schien es zu bleiben, auch wenn der fünfte Satz lange Zeit ausgeglichen verlief. Doch nachdem sich Nowosibirsk letztlich doch 13:10 abgesetzt hatte, setzte kaum noch jemand auf die Heimischen. Mit fünf Punkten in Folge stellte Aich/Dob den unerwarteten Triumph allerdings doch noch sicher. “Das war eine unglaubliche Leistung. Mir fehlen die Worte”, sage Micheu. Er hatte sich nach dem Matchball in die Jubeltraube geworfen. “Das ist mit Abstand unser größter Sieg.”

Vizemeister Tirol verlor hingegen mit einem 1:3 bei Tomis Constanta auch sein letztes Match in Gruppe F. In Satz drei hatten die Innsbrucker noch fünf Matchbälle abgewehrt, mehr ging aber nicht. “Wir mussten heute eine Achterbahnfahrt erleben”, analysierte Tirol-Coach Stefan Chrtiansky. “Die ersten beiden Sätze haben wir komplett verschlafen. Jetzt heißt es, möglichst schnell wieder zur Normalität zurückzukehren, speziell im Kopf.”

Im Challenge Cup schaffte einer von vorerst drei ÖVV-Vertretern den Aufstieg ins Achtelfinale, nämlich die hotVolleys. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen TV Schönenwerd war mit dem Gewinn der ersten zwei Sätze der Sack zu, da schmerzte die dann gegen die Schweizer kassierte 2:3-Niederlage nicht besonders. Nächster Gegner ist Istanbul BBSK. Für die Amstettener Herren mit einem 0:3 auswärts und die Damen von Linz-Steg mit 1:3 daheim war gegen Kamnik aus Slowenien Endstation.

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