Aggressives Streusalz: Tipps, um Hundepfoten im Winter zu schützen

Streusalz kann Hunden den Spaß am Schnee empfindlich trüben
Streusalz kann Hunden den Spaß am Schnee empfindlich trüben ©TIERFREUNDE ÖSTERREICH
Spät aber doch ist der Schnee jetzt vielerorts da - und damit auch jede Menge Streusalz, das den sensiblen Hundepfoten ordentlich zu schaffen macht. Wie Haustierhalter ihren Lieblingen den Umgang mit Rollsplit und Salzlauge erleichtern können, lesen Sie hier.
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Wer hätte gedacht, dass der Winter hierzulande heuer doch noch einmal Einzug hält? Die gute Nachricht für Hundehalter: Die meisten Vierbeiner kommen mit Schnee mehr als gut zurecht und genießen das Herumtollen im kühlen Weiß. Einziger Wermutstropfen ist bei all dem winterlichen Vergnügen das viele Streusalz, das dazu dient, die eisige Glätte auf den Straßen zu bekämpfen.

Empfindliche Hundepfoten: Kein natürlicher Schutz vor Streusalz

Denn, anders als häufig angenommen, sind Hunde nicht von Natur aus gegen die Belastung durch Streusalz gewappnet. Die Salzlauge macht der empfindlichen Haut zwischen den Zehen ordentlich zu schaffen, der Rollsplit sorgt zusätzlich für strapazierte Hornhaut. Die Folgen reichen von Rissen in der Hornhaut über wunde Stellen bis hin zu Ekzemen und starken Entzündungen der Pfoten.

Nicht jeder Hund leidet offensichtlich

Achtung: Nicht jeder Hund macht dabei deutlich, dass er leidet. Während so mancher durch Salz belastete Vierbeiner sich plötzlich weigert weiterzugehen oder anfängt zu winseln oder zu humpeln, leiden andere in aller Stille vor sich hin. Hier liegt es in der Verantwortung des Hundebesitzers, eine regelmäßige Kontrolle der Pfoten vorzunehmen und festzustellen, ob und wie stark diese strapaziert sind.

Wunden Stellen an den Hundepfoten vorbeugen: Tipps

Durch die richtigen Pflege- und Präventionsmaßnahmen kann wunden Stellen und daraus resultierenden Ekzemen oder Endzündungen rechtzeitig vorgebeugt werden:

Pfoten eincremen: Vor dem Gassigehen empfiehlt es sich zunächst, die Pfoten mit einer fettigen Substanz – Melkfett, Vaseline, Hirschtalg etc. – einzucremen.
Pfoten pflegen: Um für bestmöglichen Halt auf der Straße bzw. auf dem Eis zu sorgen, sollten die Krallen des Hundes regelmäßig kontrolliert und auf die optimale Länge gekürzt werden. Fellbüschel zwischen den Zehenballen sollten möglichst kurz gehalten werden – auch hier kann sich aggressives Streusalz absetzen.
Salzrückstände abwaschen: Nach jedem Spaziergang sollten die Pfoten auf wunde Stellen geprüft, mit lauwarmem Wasser gewaschen und gut abgetrocknet zu werden, um Salzrückstände loszuwerden.
Pfotensocken: Bei bestehenden Wunden, Ekzemen oder Entzündungen sind im Tierhandel spezielle Pfotensocken erhältlich. Diese sind beschichtet und wasserdicht und sorgen dafür, aggressives Salz und Rollsplit von den Pfoten fernzuhalten. Da diese den Vierbeiner allerdings stark irritieren können, sollte auf diese Maßnahme nur im äußersten Notfall zurückgegriffen werden.
Salz meiden: Besonders stark gesalzene Wege sollten nach Möglichkeit umgangen werden.

Wenn all diese Maßnahmen beachtet werden, steht dem Herumtollen im Schnee nichts mehr im Weg.

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