AFBÖ-Team machte EM-Traumfinale perfekt

Österreich hat EM-Titel im Visier
Österreich hat EM-Titel im Visier
Die österreichische Football-Nationalmannschaft hat ihr großes Ziel bei der Heim-EM erreicht. Mit einem 28:9-Erfolg am Mittwoch gegen Frankreich buchte das Team das Ticket für das Finale am Samstag in Wien gegen Deutschland. Wie zuvor gegen Dänemark gab die geschlossene Kollektivleistung den Ausschlag. Jetzt hat die AFBÖ-Auswahl den Titel im Visier.


Viel war vor dem Entscheidungsspiel in der Grazer UPC-Arena geredet worden – über die körperliche Überlegenheit der Franzosen, die brandgefährlichen Receiver, die kompakte Defense Line, die bittere Niederlage bei der Heim-WM vor drei Jahren. Doch die Mannschaft von Jakob Dieplinger belehrte alle Zweifler eines Besseren und schaukelte am Ende einen relativ sicheren Sieg nach Hause.

“Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft”, sagte Dieplinger. Der Gameplan, den der 29-Jährige und sein Stab ausgetüftelt hatten, ging voll auf. Oberste Priorität war, früh in Führung zu gehen. “Wir wollten einmal schauen, wie die Franzosen mit einem Rückstand klar kommen”, erklärte der Tiroler. “Und man hat gesehen, dass sie damit nicht gut klar gekommen sind.” Erschwerend kam für die “Equipe Tricolore” dazu, dass der teilweise sintflutartige Regen sie daran hinderte, ihr für gewöhnlich solide funktionierendes Pass-Spiel durchzuziehen.

Gleichzeitig präsentierte sich die österreichische Defensive bärenstark. Wie Kletten pickten Andreas Lunzer, Benjamin Bubik und Co. an ihren Receivern und verursachten so zahlreiche unvollständige Pässe. Dass Offense und Defense erneut perfekt ineinandergriffen, war wie beim Sieg gegen Dänemark am vergangenen Samstag der Schlüssel zum Erfolg. Angetrieben von 9.500 Zuschauern ließ Team Austria nichts anbrennen und gönnte den Franzosen nur ein Field Goal und einen Touchdown. Wobei in manchen Situationen auch das Glück auf Seiten der Österreicher war.

“Ich hab vor dem Spiel gesagt, dass ich glaube, dass wir ein besseres Kollektiv haben”, sagte Dieplinger. “Sie haben Strafen in den ungünstigsten Situationen kassiert, das macht ein gutes Team nicht. Unser Team hat extrem stark als Einheit und wirklich füreinander gespielt.” Auch Andreas Hofbauer, der mit zwei Touchdowns wieder der herausragende Akteur in der Offensive war, meinte: “Es war eine grandiose Teamleistung”.

Nun wird der Traum der österreichischen Footballgemeinde wahr. Ein Hauch von Cordoba wird am Samstag durch das Ernst-Happel-Stadion wehen, wenn die rot-weiß-rote Mannschaft auf Titelverteidiger Deutschland trifft. “Da wird natürlich eine Super-Stimmung herrschen”, war Raiders-Runningback Hofbauer überzeugt. Bis zu 30.000 Zuschauer sollen ins Oval im Wiener Prater kommen. Die Zielsetzung hat man klarerweise revidiert: “Wir sind im Finale, um es auch zu gewinnen”, betonte Dieplinger.

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