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Ärzte stellen Covid-Risiko-Atteste erst ab 11. Mai aus

Ab 11. Mai können Ärzte Risikogruppen-Atteste ausstellen.
Ab 11. Mai können Ärzte Risikogruppen-Atteste ausstellen. ©APA/dpa/Frank Rumpenhorst
Arbeitnehmer können sich frühestens ab 11. Mai ein Covid-Risiko-Attest ausstellen lassen. Betroffene erhalten einen Brief von der Krankenkasse, können aber auch selbst den Arzt aufsuchen.
90.000 Arbeitnehmer in Risiko-Grupe

Covid-19-Risiko-Atteste für Arbeitnehmer vom Arzt wird es offiziell frühestens ab 11. Mai geben. Es existieren genaue Vorgaben. Manche der potenziell Betroffenen werden ein Schreiben vom Krankenkassen-Dachverband erhalten. Man kann aber auch ohne einen solchen offiziellen Brief beim Arzt des Vertrauens ein solches Attest erhalten, informierte die Wiener Ärztekammer ihre Mitglieder.

"Durch die späte Beschlussfassung des zugrunde liegenden Gesetzes im Bundesrat, wird die endgültige Kundmachung der Verordnung frühestens der 11. Mai 2020 sein", schrieb die Wiener Ärztekammer. Vorher ausgestellte Atteste seien ungültig.

Betroffene erhalten Brief von der Krankenkasse

Grundlage für jede Begutachtung, ob jemand eine besonderes Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf hat, ist eine bereits bestehende Empfehlung des Gesundheitsministeriums, in dem zahlreiche Gefährdungssituationen (vor allem chronische Grunderkrankungen) aufgelistet sind. Sie gibt es bereits seit einigen Wochen. Für die Atteste wird die Empfehlung in einigen Tagen in Form einer Verordnung in Kraft treten, teilte die Standesvertretung mit.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Variante beginnt mit einem Brief des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger an einen potenziell betroffenen Versicherten.

Dazu die Wiener Ärztekammer: "Darauf aufbauend führt die Sozialversicherung eine auf Medikationskombinationen basierte Vorauswahl durch. Durch diese Vorauswahl werden Versicherte durch den Dachverband der Sozialversicherungsträger per Brief verständigt. Es ist davon auszugehen, dass dieser Brief bei den betroffenen Personen erst ab 11. Mai 2020 einlangen wird. In diesem Informationsschreiben werden die Versicherten dazu aufgefordert, sich telefonisch oder per E-Mail bei ihrer behandelnden Ärztin bzw. ihrem behandelnden Arzt zu melden."

Betroffene können sich direkt an Arzt wenden

Die zweite Variante: Ein möglicherweise Betroffener macht sich direkt einen Termin für ein allfälliges Attest beim Arzt seines Vertrauens aus: "Die Beurteilung der individuellen Risikosituation auf der Grundlage der Definition der Covid-19-Risikogruppe und die damit zusammenhängende Ausstellung eines Covid-19-Risiko-Attests ist aber auch zulässig, wenn die betroffene Person kein Informationsschreiben durch die Sozialversicherung erhalten hat."

Die individuelle Risikoanalyse soll dann anhand der "detaillierten Kenntnisse der Krankengeschichte" sowie anhand der genannten Empfehlung des Gesundheitsministeriums durchgeführt werden. Das mögliche Ergebnis, wie die Ärztekammer ihren Mitglieder geschrieben hat: "Sollten Sie (der Arzt, die Ärztin; Anm.) dabei zu dem Ergebnis kommen, dass für die Patientin oder den Patienten ein erhöhtes persönliches Risiko besteht, stellen Sie ihm bitte ein offizielles Covid-19-Risiko-Attest aus." Die Standesvertretung der Ärzte hat selbst ein Muster-Attest erstellt. Es kann von den Ärzten als "individualisierbare Version" verwendet werden.

Stichtag darf nicht vor dem 11. Mai liegen

Wichtig dabei: eine individuelle Risikoanalyse, das ausgestellte Schreiben muss eindeutig erkennen lassen, dass es sich um ein "offizielles Covid-19-Risiko-Attest" handelt. Auch der Stichtag (er wird laut Ärztekammer nicht vor dem 11. Mai liegen) muss enthalten sein.

Bestätigt wird vom Arzt ausschließlich ein "Schutzbedarf". Eine Diagnose auf eine bestimmte Erkrankung soll nicht enthalten sein. Das würde jedem Datenschutz und dem Arztgeheimnis widersprechen.

Home Office oder Freistellung

So geht es dann laut Ärztekammer weiter: "Patientinnen und Patienten, denen Sie (ein Arzt oder eine Ärztin; Anm.) ein Covid-19-Risiko-Attest ausgestellt haben, können dieses ihrem Arbeitgeber vorlegen und mit diesem gemeinsam abklären, ob die Arbeit von zu Hause aus erledigt werden kann (Home-Office) oder ob sie mit anderen (zusätzlichen) Maßnahmen vor einer Ansteckung geschützt werden können. Wenn der Arbeitgeber diese Bedingungen nicht gewährleisten kann, hätte die Patientin oder der Patient Anspruch auf Arbeitsfreistellung."

Die Ärzte müssen die durchgeführte Risikoanalyse entsprechend dokumentieren. Für die Erstellung einer individuellen Covid-19-Risikoanalyse gibt es einen "Erstattungsbetrag" von 50 Euro für die Ärzte. Er kann mit der Krankenkasse verrechnet werden, ob sich herausstellt, dass der Patient wirklich einer Risikogruppe angehört oder nicht.

(APA/red)

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