Adam Green zeigt Ausstellung in Wien: Inspiriert von Hundertwasser

Bilder von Adam Green werden in Wien ausgestellt.
Bilder von Adam Green werden in Wien ausgestellt. ©APA
In einer Galerie in Wien-Alsergrund werden bis Ende November Bilder des Sängers Adam Green gezeigt. Doch nicht nur die Ausstellungseröffnung war Grund für seinen Besuch, er trat auch beim "Blue Bird Festival" auf.
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Adam Green in Wien

Wenn Adam Green als Headliner des “Blue Bird Festivals” die Bühne des Porgy & Bess betritt, passt das. Wenn er wenige Stunden zuvor eine Ausstellung mit eigenen Bildern in einem Atelier der Viertelneun Gallery im Wiener Servitenviertel eröffnet, ist das neu – aber nicht minder spannend. Für die New Yorker Antifolk-Ikone gehört beides unweigerlich zusammen, sagte Green am Freitagabend zur APA.

Adam Green von Hundertwasser inspiriert

“Die Malerei ist ein weiterer Weg für mich, verschiedene Ideen zu verfolgen und zu sehen, wohin sie führen”, so Green, der sich u.a. vom Wiener Künstler Friedrich Hundertwasser inspirieren ließ, bei der Vernissage von “A land recombined”. Was anfangs wie eine Hausfassade im Hundertwasser-Stil anmutet, offenbart beim näheren Hinschauen Katzenaugen. “Cat Cross” ist eines von 20 Bildern, die noch bis 30. November im Atelier des Schweizer Künstlers Pirmin Blum zu sehen sind.

Ausstellung in Wien

Die aktuelle Schau basiert auf Greens “Houseface”-Serie, für die der Künstler Cartoon-Charaktere wie Garfield oder Elmo auf simple, kubistische Formen reduzierte und zu Gebäuden zusammensetzte. “Ich mochte damals die Idee von ‚Hippie-Architektur’ und war sehr von Hundertwasser inspiriert”, so Green. Für “A land recombined” begann er, das Reduzierte wieder zu kombinieren und fantastische Landschaften mit entrückten Bewohnern zu schaffen. “Mich interessierte die Kreation von Figuren aus Pixeln, wie in einer virtuellen Welt”, so Green. “So entsteht ähnlich wie bei ‘Second Life’ eine digitale Realität, mit Avataren statt Menschen. Und das sind alles Adam-Avatare.”

Verspielte und bunte Bilder des Sängers

Ähnlich wie jene Songs, die Green Anfang der Nullerjahre berühmt machten, wirken seine Bilder verspielt und bunt. Die Ölgemälde male er in einem Studio, die Kleineren gerne mal im Flugzeug mit Wachsstift auf Papier. “Ich habe viel Zeit, zu zeichnen”, so Green. “Ein Konzert zu spielen, nimmt ja gerade mal eine Stunde am Tag ein.” So hat der 32-Jährige eine Konzerttournee durch Italien in den vergangenen zwei Wochen dazu genutzt, sich Gemälde Caravaggios aus der Nähe anzusehen und eine davon inspirierte Bilderserie anzufertigen. In Wien wolle er noch die Hundertwasser-Gebäude besuchen. “Bis jetzt kenne ich die nur aus Büchern.”

Bilder ab 580 Euro zu haben

Umso erstaunlicher für Galerist Raimund Deininger, dass Green “seine bildnerischen Kunst-Wurzeln in Wien” zu haben scheint. Er meint in Greens Werken etwas “tief Psychologisches” und Ansätze von etwa Franz Ringel zu erkennen, so Deininger in seinen Begrüßungsworten. Gemeinsam mit Mäzen Andreas Niedersüß hat er mit der Viertelneun Gallery und zehn dazugehörenden Ateliers im neunten Wiener Gemeindebezirk ein eigenes Kunstviertel erschaffen, “in dem nun auch immer mehr internationale Künstler andocken”. Adam Green dürfte am Eröffnungsabend nicht nur Kunstinteressierte, sondern auch Fans angelockt haben. Die konnten nicht nur ein Foto mit ihrer Ikone, sondern auch einen “echten Adam Green” mit nach Hause nehmen: Die kleinsten Bilder sind schon ab 580 Euro zu haben.

Die Ausstellung  “A land recombined” von Adam Green läuft vom 15. bis 30. November im Artspace Pirmin Blum (9., Hahngasse 27). Di-Fr 13 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung  (01/ 310 18 13). (APA)

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