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Ad Astra - Zu den Sternen - Kritik und Trailer zum Film

Roy McBride (Brad Pitt) gehört zu den erfahrendsten Astronauten, der selbst höchst kritische Situationen ruhig und rational überlebt. Schon sein Vater Clifford war Astronaut, ein hochdekorierter Held noch dazu. Vor 29 Jahren aber verschwand er spurlos bei einer Mission im Weltraum. Nun gibt es jedoch Anzeichen dafür, dass Clifford McBride (Tommy Lee Jones) noch lebt - und mit seinen Aktivitäten nahe dem Planeten Neptun eine große Gefahr für die gesamte Bevölkerung auf der Erde ist. Roy soll ihn finden.

In James Grays erstaunlichem Science-Fiction-Meistwerk "Ad Astra" spielt Brad Pitt einen Astronauten, der auf der Suche nach seinem verlorenen Vater (Tommy Lee Jones) in die Weiten des Sonnensystems reist - und am Ende bei sich selbst ankommt. Das Ergebnis ist ein gefühlvolles Spektakel, das man auf der großen Leinwand gesehen haben will. Ab Freitag im Kino.

Ad Astra - Zu den Sternen - Kurzinhalt zum Film

James Grays nachdenkliches Science-Fiction-Epos "Ad Astra" beginnt mit dem Bild eines Mannes, der auf die Erde fällt. Er ist ein Astronaut namens Roy McBride (Brad Pitt) und fummelt an einer Weltraumantenne herum, unter der sich die Erde wie ein blaugrüner Teppich ausbreitet. Es ist ein unglaublich schöner Augenblick, der durch Explosionen erschüttert wird, und Roy taumelt Richtung Boden.

Wie durch ein Wunder überlebt er den Sturz dank eines Fallschirms und seines Talents, in den gefährlichsten Situationen ruhig zu bleiben. In dieser Hinsicht ähnelt er seinem Vater Clifford McBride (ein beeindruckender Tommy Lee Jones), einem legendären Weltraumforscher, der vor Jahrzehnten auf dem Neptun verschwunden ist. Jetzt behaupten Regierungsbeamte nicht nur, dass er am Leben ist, sondern dass er derjenige ist, der für die Explosionen verantwortlich ist.

Es liegt eine gewisse Ironie darin, dass Roy möglicherweise von demselben Vater in eine tödliche Situation verwickelt wurde, der ihm die Fähigkeiten mitgegeben hat, um sie zu überleben. Clifford ist auch der Grund dafür, dass sich sein Sohn emotional vom Rest der Menschheit abgeschottet hat - wie es eine kurz gesehene Frau (Liv Tyler in einer undankbaren Rolle) demonstriert. Also wird Roy in die Dunkelheit geschickt, zum Mond, zum Mars und darüber hinaus, nicht sicher, ob er seinen Vater auch wirklich finden will.

Ad Astra - Zu den Sternen - Die Kritik

Ähnlich wie Grays letzter Film "Die versunkene Stadt Z" (2016) klingt "Ad Astra" wie eine klassische Abenteuergeschichte, aber in Wirklichkeit ist es eine intellektuelle, akribisch gestaltete Odyssee, auf der ein Mann mit seinen Dämonen ringt, ähnlich wie Captain Willard in "Apocalypse Now" den Fluss hinaufsegelt.

Trotz altbekannter Science-Fiction-Tropen liefert James Gray, der das Drama gemeinsam mit Ethan Gross geschrieben hat, eine atemberaubende Atmosphäre. Sie stellen sich eine Zukunft vor, in der die Menschheit ihre Probleme nicht auf der Erde gelassen hat, sondern andere Planeten mit demselben alten Gepäck füllt. Der Mond ist zu einer Touristenfalle geworden, aber als wir zu einem trüben Mars gelangen, fühlt sich der Film wie ein Fiebertraum von Paranoia und Angst an.

Fast jede Minute davon ist wunderschön anzusehen. Grays brillanter Kameramann Hoyte Van Hoytema ("Interstellar") verwendete Kodak-Bilder von Apollo-Missionen als Inspiration. Eine trostlose Mondlandschaft; ein Mann, der auf die Erde stürzt; der einsame Glanz der Sterne. Max Richter untermalt die weite Leinwand mit seiner wundervollen Musik.

Großartige Schauspieler treten in kleinen Rollen auf: Ruth Negga spielt eine Mars-Bewohnerin, die ihre Eltern verlor. Donald Sutherland taucht als erfahrener Astronaut und Weltraum-Junkie auf, und Tommy Lee Jones symbolisiert die stoische Figur eines unerbittlichen Vaters. Aber es ist Brad Pitt, der den größten Teil der Reise tragen muss, und er macht Roys besondere Art der Grübelei sehr glaubwürdig. Er macht deutlich, inwieweit Roy die Versäumnisse seines Vaters sowohl glorifiziert als auch verinnerlicht hat, und verwandelt "Ad Astra" in eine Art Psychogramm.

Der 55-jährige Schauspieler scheint mit jeder Rolle verwitterter und schöner zu werden. Gray und Van Hoytema machen das Beste aus dieser Schönheit, indem sie die Kamera nah an seine Wangen, seine Tränensäcke, seine meeresblauen Augen und die Flora seiner blonden Barthaare heranholen, als würden sie die Oberfläche eines neuen Planeten studieren.

Der lateinische Ausdruck ad astra bedeutet wörtlich "zu den Sternen", aber nach dem, was James Gray und Brad Pitt hier geliefert haben, könnte "Ad Astra" durchaus "zu den Oscars" bedeuten.

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(APA/Red)

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