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Abtreibung: Nächster Ärger für Lugner

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Richard Lugner hat den nächsten Ärger am Hals: Die Privatklinik "Goldenes Kreuz" will klagen.

Nachdem der Baumeister in der ORF-Sendung „Report“ am Dienstag behauptet hat, „selbst das angesehene Krankenhaus zum Goldenen Kreuz vermietet an Gynäkologen Räume, wo solche Sachen gemacht werden (gemeint sind Abtreibungen, Anm.)“, setzte das Spital dem Katholiken ein Ultimatum. Falls Lugner seine Anschuldigung nicht bis heute, Mittwoch, Abend öffentlich und schriftlich zurücknimmt, wird das Krankenhaus Klage einbringen.

Lugner beruft sich bei seiner Behauptung auf einen Gynäkologen des in der Lugner City untergebrachten sexualmedizinischen Zentrums Venusmed, der im Krankenhaus zum Goldenen Kreuz angefragt haben soll, ob er Operationsräume mieten kann. „Daraufhin hat er ein Angebot bekommen, hat er mir gesagt“, so der Baumeister. Lugner will nun noch einmal mit dem Arzt reden und dann sein weiteres Vorgehen entscheiden.

Der ärztliche Leiter der Privatklinik Goldenes Kreuz, Univ. Doz. Dr. Hans Jantsch, wies die Behauptung gegenüber der APA scharf zurück. „Wir vermieten keine Räume für Abtreibungen. Wir sind eine Geburtsklinik, das lässt sich nicht vereinbaren“, so der ärztliche Leiter. Auch an Venusmed habe es kein Angebot gegeben.

„Wir fordern Herrn Lugner auf, sofort schriftlich und öffentlich seine unwahre Aussage zurück zu nehmen“, so Jantsch. Sollte dies nicht geschehen, „werden wir umgehend Klage wegen Kredit- und Rufschädigung gegen Richard Lugner einbringen“.

Indes schaltete sich auch der St. Pöltner Diözesanbischof, Klaus Küng, via Kathnet in die Debatte ein: „Ich bin froh über die verschiedenen Proteste anlässlich der Eröffnung der Abtreibungspraxis in der Lugner-City. Froh bin ich auch über die Diskussion, die das ausgelöst hat. Abtreibung ist ein schweres Vergehen. Es fehlt uns an Kindern. Zugleich muss betont werden: Jede Frau in Not soll wissen, dass ihr seitens der Kirche Hilfe angeboten wird. Ich habe manchmal gesagt und wiederhole es: Eine Frau, die sich in Not befindet und an Abtreibung denkt, kann mir ihr Kind bringen. Es wird sich ein Weg finden bzw. eine Familie, die es aufzieht.“

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