Abstiegskrimi endet torlos

Der FC Wacker Innsbruck kam gegen den Tabellenneunten Austria Kärnten im Tivoli-Stadion vor 9.000 Zuschauern über ein torloses Remis nicht hinaus.

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Die Klagenfurter wahrten damit nach dem aus spielerischer Sicht enttäuschenden Abstiegskrimi den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die seit sieben Spielen sieglosen Tiroler. Kärnten-Goalie Andreas Schranz ist damit schon seit 432 Minuten ohne Gegentreffer.

Vor dem Seitenwechsel war klar ersichtlich, warum die Innsbrucker für den Erfolg auch auf übersinnliche Kräfte in Form von mitgebrachten Glücksbringern der Fans setzten. Spielerisch war allerdings auf beiden Seiten überhaupt nichts zu sehen. Fehlpassorgien dominierten das Spielgeschehen in einer extrem schwachen ersten Hälfte. Dies bestätigte auch Wacker-Obmann Gerhard Stocker zur Pause, der erklärte: “Die erste Hälfte war von beiden Teams sehr nervös geführt.”

Die beste Chance ließen die Klagenfurter, bei denen Bubenik einen Volleyschuss vom Fünfer über das Tor setzte (2.), aus. Die Innsbrucker versuchten es aufgrund mangelnder Ideen zumeist mit Weitschüssen, Versuche von Lindström (5.), Hattenberger (9.), Kolousek (32.) sowie Schreter (36.) landeten aber genau in den Armen von Goalie Schranz. Nur zweimal wurde die Elf von Helmut Kraft wirklich gefährlich: eine scharfe Hereingabe von Hölzl fand jedoch keinen Abnehmer (25.), Schreter schoss vom Elfer nach einem schönen Samwald-Querpass stümperhaft weit über das Tor (41.).

Nach dem Seitenwechsel kam etwas mehr Fahrt ins Spiel, vor allem die Innsbrucker schienen den Ernst der Lage erkannt zu haben und waren deutlich energischer. Torszenen waren aber nach wie vor absolute Mangelware. Für einen unschönen Höhepunkt sorgte Kärntens Stürmer Roland Kollmann, der nach seiner Auswechslung in der 55. Minute vor lauter Frust eine Wasserflasche wegschoss und dafür von Schiedsrichter Thomas Steiner die Ampelkarte präsentiert bekam. Der Routinier wäre in der Heimpartie am kommenden Samstag gegen den LASK aufgrund seiner fünften Gelben Karte aber ohnehin gesperrt gewesen.

In der 72. Minute leitete der diesmal enttäuschende Innsbrucker Hattenberger, dessen Kopfball drüber ging (73.), nochmals eine spannende Schlussphase ein. Wolf scheiterte aufseiten der Gäste an Pavlovic (76.) und schoss knapp am langen Eck vorbei (77.). Den Matchball vergaben aber die Innsbrucker: nach einer schönen Mimm-Kopfballvorlage scheiterte der ungarische Teamspieler Orosz aus kürzester Distanz an Schranz (84.). Daraufhin reklamierten die Tiroler vergeblich Elfmeter, nach der Abwehr von Schranz soll Chaile den Ball mit der Hand berührt haben.

Nach dem Schlusspfiff stürmten rund 20 enttäuschte Innsbrucker-Fans den Rasen, einige davon legten sich auch mit der Polizei an, die die Situation allerdings schnell wieder in den Griff bekam.

Die Innsbrucker haben damit im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin die schlechtere Ausgangslage, vor allem auch aufgrund des schwierigeren Restprogramms. Die Tiroler spielen noch gegen Rapid (auswärts), Ried (heim), Sturm Graz (a), Mattersburg (h) und die Austria (a), das seit vier Runden ungeschlagene Kärnten muss noch gegen den LASK (h), Altach (h), Rapid (a), Ried (h) und Sturm Graz (a) antreten.

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