Abschluss der Wahlen

Eine niedrige Wahlbeteiligung und Verluste für die Regierungsparteien haben sich bei den EU- Wahlen abgezeichnet. In 19 der 25 EU-Länder wurde am Sonntag gewählt.

Bereits am Donnerstag hatten die Briten und Niederländer, am Freitag die Iren ihre Stimme abgegeben.

Zum ersten Mal nahmen mit Staaten wie Polen, Ungarn und den baltischen Ländern neue EU-Mitglieder aus dem ehemaligen Machtbereich der Sowjetunion an EP-Wahlen teil. Um die 732 zu vergebenden Sitze bewarben sich 14.700 Kandidaten. Erste EU-weite Wahlergebnisse wurden gegen 22.45 Uhr erwartet.

Die Abstimmung wurde von vielen Bürgern eher als ein Votum über die nationalen Regierungen betrachtet denn als Ausdruck eines europäischen Standpunktes. Vorläufige Ergebnisse und Hochrechnungen zeigten, dass die Wähler ihre jeweilige Regierung teils drastisch abstraften und Oppositionskräfte unterstützten. Wie in den Wahlgängen zuvor wurde mit einer geringen Beteiligung der insgesamt fast 349 Millionen Wahlberechtigten gerechnet.

Umfragen zufolge dürfte im neuen Parlament wie bisher die Europäische Volkspartei (EVP) die größte Fraktion bilden, gefolgt von den Sozialdemokraten (SPE). Zudem wird erwartet, dass ultra-rechte, nationalistische und EU-skeptische Parteien von Ängsten vor Einwanderung und einem europäischen Superstaat profitieren.

In Tschechien lag die stärkste Partei der tschechischen Regierung, die Sozialdemokraten (CSSD) von Ministerpräsident Vladimir Spidla, mit rund elf Prozent an dritter Stelle. In Lettland kommen die von Premier Indulis Emsis geführten Grünen und Landwirte in den Prognosen gar nur auf Platz vier. In Italien dürfte laut Umfragen die Partei Forza Italia von Ministerpräsident Silvio Berlusconi Stimmenverluste erleiden.

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