Abschied vom Sommer: Arlberg als regenreichste Region

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Warth, Schoppernau - Mit viel Regen und Schneefall bis 1.200 Metern ist am Dienstag der August und somit auch der meteorologische Sommer 2010 zu Ende gegangen. Die absolut regenreichste Region Österreichs war im August der Arlberg.

Ebenso wurde am Arlberg – wie auch in den Hohen Tauern – 40 Zentimeter Neuschnee im August gemessen. “In Bezug auf die Niederschlagsmenge zählt dieser Monat zu den fünf niederschlagsreichsten der rund 150-jährigen Messreihe. Die Temperaturen lagen in Österreich meist um den vieljährigen Mittelwert, wobei es tendenziell im Westen etwas zu kühl und im Süden etwas zu warm war”, hieß es in einer Aussendung der ZAMG auf der Hohen Warte in Wien.

Regenreichste Region: Der Arlberg

Eisenstadt war im August der relativ gesehen niederschlagsreichste Ort. Mit insgesamt 255 Liter/m2 wurde in der burgenländischen Landeshauptstadt auch die größte monatliche Regensumme in der 62-jährigen Messreihe erreicht. Schuld an diesen großen Niederschlagsmengen waren zwei Gewitter am 13. und 14. August. Die absolut regenreichste Region Österreichs war aber der Arlberg. In Warth und Schoppernau fielen im August 2010 jeweils knapp über 450 Liter/m2. Selbst dort treten so große Monatsniederschlagssummen nur etwa alle 50 Jahre ein Mal auf. Auch in den restlichen Landesteilen lagen die Niederschlagsmengen fast ausnahmslos über den vieljährigen Mittelwerten.

August in West- und Ostösterreich am Kältesten

Nach einem milden Start in den August sorgte eine Kaltfront um den 4. August für kräftige Abkühlung. In weiterer Folge wechselten lediglich milde und etwas kühlere Phasen ab, eine längere Hitzewelle wie jene im Juli blieb aus. Dementsprechend liegen die Temperaturen in Österreich vielfach nur knapp über oder gar unter dem vieljährigen Mittelwert. Die kältesten Regionen fanden sich in Westösterreich und im Osten, wo besonders die letzten kalten Augusttage für eine negative Abweichung von 0,5 bis 1 Grad sorgten. In Messstationen wie etwa Hohe Warte wurde die 30 Grad-Grenze im August nicht überschritten, dies war zuletzt im August 2002 der Fall.

Der letzte Augusttag brachte in weiten Teilen Nordösterreichs ausgesprochen kalte Temperaturen mit sich, wodurch es besonders in den Nordalpen zu teils kräftigen Schneefällen kam, die bis auf 1.200 m herab reichten. Ähnlich tiefe Tageshöchstwerte wurden zuletzt Ende August 1995 erreicht. Auch damals schafften es die Temperaturen von Nord nach Süd nicht über zehn bis 19 Grad.

Warth als sonnenärmster Ort

Nach einem ausgesprochen sonnigen Juli zeigte sich die Sonne im August besonders in der Westhälfte Österreichs deutlich seltener. Von Vorarlberg bis in den Flachgau summierten sich nur etwa 70 bis 85 Prozent der durchschnittlichen Sonnenstunden. Der sonnenärmste Ort war Warth am Arlberg mit 120 Stunden (70 Prozent). Der relativ gesehen sonnigste Ort war Zwettel in Niederösterreich mit 104 Prozent des Durchschnittswertes, absolut gesehen am längsten schien die Sonne im August mit 245 Stunden in Neusiedl am See im Burgenland.

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