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Absagen wegen Coronavirus: Kulturszene befürchtet "Einkommenskatastrophe"

Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren) meldete sich anlässlich der aktuellen Coronavirus-Situation zu Wort
Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren) meldete sich anlässlich der aktuellen Coronavirus-Situation zu Wort ©APA/HERBERT PFARRHOFER
In Anbetracht der aktuellen Einschränkungen bei Kulturveranstaltungen anlässlich des Coronavirus hat sich die IG Autorinnen Autoren mit einem "dringenden Hilferuf an die Regierung" gewandt.
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Die vielen Absagen aufgrund des Coronavirus würden für Kunst- und Kulturschaffende eine "Einkommenskatastrophe" bedeuten, heißt es in einer Aussendung. Unterdessen gab es weitere Absagen, aber auch Häuser, die den Spielbetrieb aufrecht halten.

Viele Absagen: IG Autorinnen Autoren fordert Krisengipfel

Die in den kommenden Wochen nicht stattfindenden Veranstaltungen bedeuten etwa für Autoren "erhebliche Einnahmenverluste", wie Gerhard Ruiss von den IG Autorinnen Autoren schreibt. "Wir steuern auch auf eine Existenzkrise bei den Literaturveranstaltern zu." Wie es in den nächsten Monaten weitergehe, sei aktuell nicht absehbar. "Wir gehen aber davon aus, dass es nicht möglich sein wird, größere Veranstaltungen im ersten Halbjahr dieses Jahres durchzuführen." Ruiss forderte die sofortige Einberufung "eines Krisengipfels mit Repräsentant/inn/en aus allen Bereichen der Kunst und Kultur" sowie die Einrichtung von Soforthilfefonds.

Coronavirus: Austrian Amadeus Music Award verschoben

Besonders von der Beschränkung auf 100 Personen bei Indoor-Veranstaltungen betroffen sind viele Konzerte und Musikveranstaltungen. So wird der diesjährige Austrian Amadeus Music Award, der heuer zum 20. Mal stattgefunden hätte und am 23. April in der Wiener Stadthalle geplant war, verschoben. An einem Ersatztermin wird laut Aussendung derzeit gearbeitet, voraussichtlich soll er in der ersten September-Hälfte sein. Bereits erworbene Tickets für die Veranstaltung bleiben gültig, können aber auch zurückgegeben werden. Das Voting für den Musikpreis läuft unterdessen wie geplant bis Freitag, 13. März, weiter.

"Sinnesrauschen" im Haus der Musik wird gestrichen

Die Vienna Songwriting Association gab bekannt, das zweitägige "Sinnesrauschen" am 20. und 21. März streichen zu müssen. Im Wiener Haus der Musik wären dabei Bands wie Garish, Viech oder Mark Peters and The Dark Band aufgetreten.

Nichts wird es auch mit der aktuellen Tour der Wiener Dialektrapper Kreiml & Samurai, die ihr Album "Auf olle 4re" beworben hätten. Stattdessen setzt das Duo auf das Motto "Auf olle Viren" und spielt am 21. März um 20 Uhr ein digitales Konzert, das via Facebook-Livestream (www.facebook.com/kreimlundsamurai/) verfolgt werden kann. An Ersatzterminen für die Tour werde unterdessen gearbeitet.

Gartenbaukino sagt Eröffnung ab

Auf eine geteilte Lösung setzt das Animationsfilmfestival Tricky Women/Tricky Realities: Die feierliche Eröffnung, die heute Abend im Gartenbaukino angesetzt war, musste "schweren Herzens" abgesagt werden, die weiteren Veranstaltungen sollen aber stattfinden. Man werde jedoch die verfügbare Ticketzahl auf 100 begrenzen. Den selben Weg schlägt das in sechs Bundesländern angesetzte Filmfestival Hunger.Macht.Profite ein, hier soll die Grenze bei 90 Besuchern pro Veranstaltung liegen.

Verzichten muss man auf die Eröffnung der Ausstellung "Multiple Singularities" am morgigen Donnerstag im xE Ausstellungsraum der Akademie der bildenden Künste Wien, auf der Website der Akademie soll es aber mittels Videobotschaften Einblicke in die Gruppenpräsentation geben. Die Ausstellungsrundgänge am 27. März werden stattfinden, allerdings mit maximal 50 Teilnehmern.

Einige trotzen dem Coronavirus: "Wir spielen!"

Mit einem lauten "Wir spielen!" meldet sich hingegen das Wiener Schubert Theater zu Wort: Da das Haus weniger als 100 Personen fasst, "werden alle Veranstaltungen wie geplant durchgeführt". Am Mittwoch und Donnerstag stehen beispielsweise die letzten Vorstellungen von "Der Krieg mit den Molchen" an. "Klein, aber fein" lautet auch das selbstausgegebene Motto des Marionettentheaters Schloss Schönbrunn, dessen Saal ebenfalls weniger als 100 Menschen fasst, weshalb die nächsten Vorstellungen wie geplant stattfinden sollen.

(apa/red)

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