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Abfallwirtschaft von Coronakrise stark beeinflusst

Die Abfallwirtschaft wurde stark von der Coronakrise beeinflusst.
Die Abfallwirtschaft wurde stark von der Coronakrise beeinflusst. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Die Coronakrise hat auch die Abfallwirtschaft stark beeinflusst. Die Abefallmengen und die Zusammensetzung waren von starken Schwankungen betroffen.

Auch die Abfallwirtschaft hat die Coronakrise stark zu spüren bekommen: Die Abfallmengen und die Zusammensetzung des Mülls haben stark geschwankt und die Entsorger mussten sich oft auf sehr kurzfristige Veränderungen einstellen. Dennoch seien die meisten Betriebe der Branche gut durch die Krise gekommen und die meisten Betriebe seien gut ausgelastet, heißt es in der Bilanz des Verbandes Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) nach einem Jahr Corona-Pandemie.

Abfallmengen veränderten sich innerhalb kurzer Zeit

Viele Unternehmen hätten auf Corona mit Schichtkonzepten, Schutzausrüstungen und Notfallplänen reagiert, die sich langfristig bewährt hätten, berichtete VOEB-Präsidentin Gaby Jüly am Freitag in einer Mitteilung. Der VOEB vertritt mehr als 250 Entsorgungsunternehmen. "Je nach Lockdown veränderten sich die Abfallmengen innerhalb eines Tages, und nie war absehbar, wie lange eine Öffnung bzw. Schließung anhalten würde", sagte Jüly.

Deutliche Einbrüche gab es während der Pandemie bei den Speiseabfällen aus Gastronomie und Tourismus, während sich die Zusammensetzung von Altpapier und Kartonagen verändert hat: Es gibt deutlich mehr Verpackungsabfall aufgrund des Online-Handels, aber viel weniger Druckerzeugnisse wie Zeitungen und Zeitschriften. Sehr unterschiedlich entwickelte sich der Industrie- und Gewerbeabfall, je nachdem wie sehr die Produktion unter der Pandemie litt.

Leichter Anstieg bei Hausmüll

Bei Hausmüll gab es einen leichten Anstieg um bis zu 5 Prozent. Bei Gewerbe- und Industriemüll berichteten die Abfallbetriebe von einem Rückgang um bis zu 20 Prozent, wobei die Unterschieden je nach Branche sehr groß sind - bei der Gastronomie gab es auch Totalausfälle. Bei Speiseabfällen gab es ja nach Region und Einfluss von Tourismus, Hotellerie und Gastronomie Rückgänge um bis zu 90 Prozent. Bioabfall aus Haushalten hat leicht zugenommen.

Den ersten Lockdown haben offenbar viele Leute zum Entrümpeln genützt - nachdem die Altstoff-Sammelzentren (ASZ) wieder geöffnet hatten, kam es vorübergehend zu einem regelrechten Ansturm auf die Mistplätze.

Eine Besonderheit der Pandemie war die Abfallentsorgung rund um Teststraßen in ganz Österreich. Sie wird von den privaten Entsorgungsbetrieben bewerkstelligt.

(APA/Red)

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