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A23: BMW-Fahrer raste Polizei davon - Passanten in Lebensgefahr gebracht

Ein BMW-Lenker, der erst kürzlich ohne gültigen Führerschein erwischt wurde, lieferte sich mit der Wiener Polizei eine Verfolgungsjagd
Ein BMW-Lenker, der erst kürzlich ohne gültigen Führerschein erwischt wurde, lieferte sich mit der Wiener Polizei eine Verfolgungsjagd ©APA (Sujet)
Ein Pkw-Lenker ist Montagnachmittag vor der Wiener Polizei geflüchtet, mit Höchstgeschwindigkeiten nicht nur über Stadtautobahnen, sondern auch durch Gassen gerast und hat dabei mehrere Menschen in Lebensgefahr gebracht.

Der 33-Jährige wollte sich offenbar der Anhaltung entziehen, nachdem er erst wenige Tage zuvor ohne gültige Lenkberechtigung angehalten und jetzt trotzdem schon wieder am Steuer seines BMW erwischt worden war.

BMW-Fahrer fuhr 100 km/h schneller als erlaubt

Beamte der Landesverkehrsabteilung erkannten das Auto und den Lenker Montag gegen 16.30 Uhr auf der Südosttangente (A23) Richtung Graz wieder - hatten sie ihn doch erst kürzlich kontrolliert. "Als die Polizisten den Mann neuerlich anhalten wollten, missachtete dieser sämtliche Anhaltezeichen und flüchtete", berichtete Polizeisprecher Christopher Verhnjak.

Der BMW raste mit bis zu 180 km/h - bei erlaubten 80 Stundenkilometern - über die Autobahn, von der A23 über die A2 bis zur A21-Autobahnabfahrt Brunn am Gebirge. Dort wendete der 33-Jährige im Kreisverkehr und fuhr auf die Außenringautobahn A21 Richtung Wien auf.

Flüchtender Pkw-Lenker brach diverse Verkehrsregeln: 31 Delikte

"In dieser Zeit missachtete der Lenker sämtliche Sperrlinien, befuhr den Pannenstreifen und führte immer wieder gefährliche Überholmanöver durch", so der Sprecher. Auf der A2 Richtung Wien verließ der österreichische Staatsbürger die Autobahn über eine Betriebsausfahrt. Die Verfolgung verlagerte sich ab da in den Bezirk Liesing. "Im Stadtgebiet durchfuhr der Mann diverse Gassen mit bis zu 115 km/h - bei erlaubten 30 km/h", so Verhnjak.

Insgesamt habe er bei seiner rasenden Fahrt 31 Verkehrsdelikte begangen, dazu kommt noch eine strafrechtliche Anzeige - weil mehrere Menschenleben in Gefahr waren, so der Sprecher. Darunter befand sich auch eine Mutter mit zwei Kleinkindern. "Die Frau war gerade dabei, mit ihren Kindern die Fahrbahn zu überqueren, und konnte durch ihre Reaktion Schlimmeres verhindern", sagte Verhnjak.

Verfolgungsjagd endete erfolglos: 33-Jähriger jedoch namentlich bekannt

In einem Gewerbegebiet im Bereich der Mosetiggasse endete die Verfolgung, dort verloren die Beamten das Fahrzeug kurz aus den Augen, der Mann flüchtete ab da zu Fuß. Der Einsatz eines Polizeihubschraubers brachte keinen Erfolg, und bisher wurde der 33-Jährige auch nicht an seiner Wohnadresse angetroffen. "Da der 33-Jährige den Beamten jedoch namentlich bekannt ist, wird dieser neben der Gefährdung der körperlichen Sicherheit noch wegen zahlreicher verwaltungsrechtlicher Verstöße angezeigt", so der Sprecher.

(APA/Red)

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