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95 neue Jobs: Hirschmann weiter auf Expansionskurs

Bei Hirschmann in Rankweil wurden im Vorjahr 95 neue Mitarbeiter eingestellt. Aktuell sind 25 bis 30 Jobs nicht besetzt.
Bei Hirschmann in Rankweil wurden im Vorjahr 95 neue Mitarbeiter eingestellt. Aktuell sind 25 bis 30 Jobs nicht besetzt. ©VOL.AT/Hofmeister
Rankweil - 20 Prozent mehr Umsatz – Rekordjahr für Hirschmann: Zeichen weiter auf Wachstum.

Der Motor der Automobilindustrie läuft auf Hochtouren. 2011 war für viele ein Rekordjahr. Mit Hirschmann in Rankweil-Brederis konnte ein Vorarlberger Unternehmen vom Boom überdurchschnittlich profitieren. „Wir sind im abgelaufenen Geschäftsjahr doppelt so schnell wie der Markt gewachsen“, so Hirschmann-Geschäftsführer Volker Buth zu den VN. So habe man mit 159 Millionen Euro beim Umsatz 20 Prozent zulegen können – ein Volumen, das nie zuvor erreicht worden war. „Wir liegen rund 40 Millionen Euro über dem Vorkrisen-Umsatz“, so Buth weiter. Hirschmann war 2008/2009 von der Krise besonders hart getroffen worden und machte mit Personalabbau und Kurzarbeit Schlagzeilen. Davon ist heute am Stammsitz in Rankweil nichts mehr zu spüren. „Wir konnten im letzten Jahr 95 neue Mitarbeiter einstellen.“ Damit sei man wieder bei 600 Arbeitsplätzen, so der Geschäftsführer. Buth spricht bei der Beschäftigung damit von einem Vorkrisenniveau. Ein hoher Anteil der Mitarbeiter seien Facharbeiter. Erhöht wurde auch die Zahl der Lehrlinge auf aktuell 59. „Trotzdem suchen wir weiterhin nach Fachkräften. Gerade im Ingenieursbereich fehlen die Fachspezialisten“, beklagt Buth. Hirschmann rekrutiere deshalb vermehrt aus dem europäischen Ausland. Auch wenn das Problem in Vorarlberg erkannt sei und man an Lösungen arbeite, gehe das eben nicht von heute auf morgen. „Alleine in der Entwicklung suchen wir 10 bis 15 Konstrukteure.“ Insgesamt seien 25 bis 30 Stellen offen.

Weiter auf Wachstumskurs

Sehr positiv beurteilt der erfolgreiche Manager die Aussichten seines Unternehmens. „Wenn die Prognosen zutreffen, legen wir erneut um 20 Prozent zu.“ Die Basis dafür habe man mit neuen, innovativen Produkten gelegt. Sie würden dazu beitragen, dass die Fahrzeuge weniger Schadstoffe emittieren. Hirschmann liefert vorwiegend für deutsche Premiumhersteller. Und deren Ausblick ist unabhängig von den Schulden-Turbulenzen in Europa rosig. „Die Hersteller mit einem globalen Setup profitieren von der Dynamik des asiatischen Marktes“, sagt Buth. Als Zulieferer würde man davon partizipieren.

Neues Werk in Marokko

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, investiert Hirschmann in Produktionskapazitäten. „In Marokko entsteht aktuell unser viertes Werk“, so der Hirschmann-Geschäftsführer. Man werde mit 200 Mitarbeitern starten und den Personalstand auf 1000 steigern. „Dort werden Produkte produziert, die aufgrund der hohen Lohnkosten in Vorarlberg nicht wettbewerbsfähig gefertigt werden könnten.“ Der Standort Rankweil werde weiter mit automatisierten Produktionsanlagen gefüllt. „In einigen Abteilungen, wie der Kunststoffspritzerei, haben wir in Bezug auf die Flächennutzung die Grenzen erreicht.“ Die Internationalisierung soll den Standort Rankweil weiter stärken. So habe aktuell auch die Evaluierung eines Produktionsstandorts in China begonnen. Auf einer Startfläche von 4000 Quadratmetern soll 2014 mit zumindest 200 Mitarbeitern begonnen werden. Hirschmann folge damit seinen Kunden.

Zweites Standbein

Im Februar 2010 hat Hirschmann mit dem Bereich „Erneuerbare Energie“ eine neue Sparte gestartet. Der Eintritt in die Photovoltaik gestalte sich schwieriger als damals angenommen, so Buth. „Dennoch sind wir zuversichtlich, dass wir mit dem guten Prozess-Know-how aus Rankweil und den guten Facharbeitern wettbewerbsfähige Lösungen anbieten können.“ Mittlerweile würden die ersten Umsätze geschrieben. Die neue Sparte soll eine gewisse Unabhängigkeit bringen, ohne den Fokus auf den Automobilbereich, der klares Kerngeschäft sei, zu vernachlässigen.

Fakten

– Umsatz 2011: 159 Millionen Euro (plus 20 Prozent)
– Mitarbeiter in Vorarlberg: 637
– Pläne: neues Produktionswerk in Marokko (4. Werk), Werk in China (ab 2014)
– Wachstumsprognose für 2012: 20 Prozent
– Eigentümer: F & R Industrie­beteiligung der Unternehmerfamilie Rauch (u. a. Rauch Fruchtsäfte)

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