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850 Teilnehmer beim ersten Indoor-Marathon in Wien

Am Sonntag nahmen 850 Personen beim ersten Indoor-Marathon in Wien teil.
Am Sonntag nahmen 850 Personen beim ersten Indoor-Marathon in Wien teil. ©APA
Zum allerersten mal fand am Sonntag in Wien ein Indoor-Marathon auf dem Messegelände statt. Im Vorfeld hatte es bezüglich des Austragungsortes Skepsis gegeben, insbesondere die Bodenbeschaffenheit und die engen Kurven waren ein Thema. Trotz aller Vorbehalte traten 850 Personen an.
Indoor-Marathon am 16. Dezember
Beim Indoor-Marathon

Die Limitierung auf höchstens 999 Läufer in allen Distanzen wäre nicht notwendig gewesen: Knapp 850 dürften sich laut Veranstaltern insgesamt der Herausforderung gestellt haben. Unter anderem Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Kinderbuchautor Thomas Brezina, die beide die Viertel-Distanz wählten. 176 wagten sich an die volle Strecke in ungewohnter Umgebung heran .

Sieger des ersten Indoor-Marathons

Sieger Dick Demeter (Startnummer 119) absolvierte die 16 Runden in einer Zeit von 2:23:55. “Das war erst mein zweiter Marathon überhaupt” meinte er verschmitzt, aber strahlend direkt im Ziel. Der Linzer empfand den Bewerb ohne Wind, Wetter und Steigung als “sehr anstrengend” und erklärte augenzwinkernd: “Ich trau mich gar nicht, die Schuhe auszuziehen!”

Vor allem an einigen Stellen tat sich der oberösterreichische Newcomer schwer: “Ein paar Kurven waren besonders eng.” Trotz Beeinträchtigung – er klagte über Probleme mit dem Schienbein – hatte er schlussendlich den bis in die vorletzte Runde führenden Extremsportler Rainer Predl klar hinter sich gelassen. Der mehrfach Rekordhalter lief 2:24:39. Bronze ging an der Ungarn Gabor Muhari mit 2:29:12.

Hallenlauf in Wien kommt bei Teilnehmern gut an

Auf Nachfrage zeigten sich viele Athleten positiv überrascht: Von “gleichmäßig, aber ohne Routine”, “viel besser als sonst”, “sehr, sehr schnell” und “total nett” reichten die Beschreibungen. “Durchaus zu empfehlen!” resümierte ein euphorisches Pärchen, das sich gemeinsam der Herausforderung Halbmarathon gestellt hatte. Sowohl der “Grip” als auch die Temperatur- und Luftverhältnisse sorgten für unzählige persönliche Bestzeiten, meinten Publikum und Athleten unisono. Einen Rekord der besonderen Art verzeichnete Ultraläufer und Anwalt Georg Mayer: Er lief knappe 74 Kilometer am Stück.

 Aber auch den einen oder anderen Wermutstropfen verzeichnete das Neo-Event: So kursierte etwa noch während des Laufs das Gerücht, der Viertelmarathon sei 500 Meter zu kurz ausgesteckt und gemessen. Die Verantwortlichen widersprachen heftig, gestanden aber ein, dass eine Versetzung der Gitter wegen der Notausgänge eventuell zehn bis 15 Meter gekostet haben könnte. Teile des zahlreich erschienenen Publikums vermissten Zugpferd und Weltrekordhalter Günther Weidlinger, der bei der Ankündigungspressekonferenz Schützenhilfe für das Projekt geleistet hatte. (APA)

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