814 neue Corona-Fälle: Zahl der Neuinfektionen in Wien weiterhin hoch

Am Freitag wurden in Wien 814 Corona-Neuinfektionen vermeldet.
Am Freitag wurden in Wien 814 Corona-Neuinfektionen vermeldet. ©APA/AFP/ALEX HALADA
Am Freitag wurden in Wien 814 Corona-Neuinfektionen vermeldet. Darin sind jedoch 217 Neumeldungen enthalten.

In Wien bleibt die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen hoch: Laut Landessanitätsdirektion Wien und medizinischem Krisenstab sind binnen 24 Stunden 814 positive Testungen in die Statistik aufgenommen worden. Allerdings sind darin 217 Nachmeldungen enthalten. 200 davon haben sich aufgrund technischer Probleme eines Labors ergeben, hieß es am Freitag.

Insgesamt 95.066 positive Testungen in Wien

Insgesamt sind in Wien seit Beginn der Pandemie 95.066 positive Testungen bestätigt worden. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 1.715 - zwei mehr als noch am Donnerstag. 88.105 Personen sind wieder genesen. Aktuell laborieren 5.246 Menschen in Wien an der Krankheit.

Gestern wurden in Wien insgesamt 54.608 Corona-Tests registriert. Insgesamt beträgt die Zahl der Testungen somit 3.421.978.

Aktuelle Auslastung der Intensivbetten in Wien

Zwei Drittel der Intensivbetten in Wien, die Corona-Patienten gewidmet sind, sind belegt. Derzeit werden etwas weniger als 100 Menschen wegen Covid-19 in der Bundeshauptstadt intensivmedizinisch behandelt, sagte der Sprecher des Gesundheitsverbunds, Markus Pederiva, im APA-Gespräch. Weitere 50 Betten werden derzeit vor SARS-CoV-2 nicht gebraucht.

Insgesamt stehen acht Krankenhäusern der Stadt 550 Betten bereit: 400 auf Normalstationen, 150 auf Intensivstationen. Derzeit sind rund 350 Betten belegt. "Wir sind gut im Versorgungsplan", sagte Pederiva. Am absoluten Höhepunkt im November 2020 waren über 600 Patienten gleichzeitig im Spital. Sollten Kapazitäten in Spitälern des Gesundheitsverbundes erschöpft sein, könnte man auch auf jene von fünf Privat- und Ordensspitäler aufstocken.

Der Versorgungsplan wurde basierend auf den Erfahrungen der Pandemie im Frühjahr 2020 sowie auf den Trend der Neuinfektionen erstellt. Täglich würde die Auslastung in den Wiener Spitälern mittels Monitoring beobachtet. Damit stehe fest, "wann man wieviele Betten für Covid-Patienten braucht", so Pederiva.

Mutation: Patienten landen schneller in der Intensivstation

Was allerdings seit dem Auftreten der vor allem verbreiteten britischen Mutation B.1.1.7. den Intensivmedizinern auffällt, ist, dass schwer erkrankte Patienten schneller auf der Intensivstation landen, wenn sich der Zustand verschlechtere, berichtete der Sprecher des Gesundheitsverbundes.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hat auch angeregt, über eine Verlängerung der Quarantänezeit nachzudenken. Im Interview mit oe24.at gab er zu bedenken, dass die Varianten viel ansteckender seien - und die Ansteckungsfähigkeit länger als die derzeit geltenden zehn Tage dauere. "Es könnte sein, dass wir auf 14 Tage ausdehnen müssen." Wie auf APA-Anfrage im Hacker-Büro betont wurde, warte man derzeit auf einen Erlass des Gesundheitsministeriums mit einer möglichen Neuregelung der geltende Quarantänebestimmungen.

(APA/Red)


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