80 Prozent der Wiener Firmen von Cybercrime betroffen

Am 8. Februar ist Safer Internet Day. In Wien sind 80 Prozent der Unternehmen von Cyberkriminalität betroffen.
Am 8. Februar ist Safer Internet Day. In Wien sind 80 Prozent der Unternehmen von Cyberkriminalität betroffen. ©REUTERS/Kacper Pempel/File Photo (Symbolfoto)
Am Dienstag, dem 8. Februar, ist der "Safer Internet Day". Rund 80 Prozent der Wiener Unternehmen sind von Cybercrime betroffen. Die Wirtschaftskammer gibt Tipps, wie man sich davor schützt.

Immer mehr Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sind von Cybercrime betroffen. In Wien haben rund 80 Prozent und damit vier von fünf dieser Betriebe schon Erfahrung mit dieser vergleichsweise neuen Kriminalitätsform gemacht, gab Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, am Montag anlässlich des Safer Internet Day (8. Februar) zu bedenken.

80 Prozent der Wiener Firmen von Cybercrime betroffen

"Cybercrime ist eine ernsthafte Bedrohung für KMU - also das Herz des Wirtschaftsstandortes Österreich", stellt Heimhilcher in einer Presseaussendung fest. KMU seien "angreifbarer, weil sie meist keine Ressourcen haben, eigene IT-Security-Abteilungen einzurichten."

Die Cyberkriminalität ist zuletzt förmlich explodiert. Österreichweit gab es 2021 36.000 Anzeigen, um mehr als ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Bezogen auf Wien wurde am häufigsten der betrügerische Datenverarbeitungsmissbrauch zur Anzeige gebracht. Dem will Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) mit dem neuen Portal onlinesicherheit.gv.at entgegenhalten. "Der Februar steht ganz im Zeichen des Safer Internet Day, und daher bieten wir auf dem Portal wertvolle Tipps und Informationen an", meinte Schramböck in einer Aussendung.

Tipps für mehr Sicherheit im Internet - für jung und alt

  • Zugangsdaten und Passwörter nicht im Browser sichern: Cyberkriminelle nutzen gerne die Schwachstellen, die sich hier auftun.
  • Apropos Passwörter: Das beliebteste Passwort ist immer noch 123456, dicht gefolgt von "passwort". Beide sind äußerst unsicher.
  • Sichere Online-Verbindungen nutzen: Das ist vor allem beim Internetbanking essenziell. Eine sichere Verbindung ist an https:// (Hypertext Transfer Protocol Secure) erkennbar.
  • Software-Downloads genau überprüfen: Sonst ist es möglich, dass mit dem Klingelton auch ein Schadprogramm mit heruntergeladen wird.

Safer Internet-Aktionstag soll Bewusstsein schaffen

Anlässlich des weltweiten Aktionstags, der bereits zum 19. Mal stattfindet, appellierten die Initiative Saferinternet.at, das Bildungs- und Wissenschaftsministerium und das Bundeskanzleramt, sich daran zu beteiligen - etwa mittels Schulungen in Medienkompetenz, Workshops oder anderen Aktivitäten. Den ganzen Februar können Schulen und Jugendorganisationen ihre Projekte unter dem Hashtag #SID2022AT auf ihrem Facebook-, Instagram- oder Twitterkanal posten - unter allen teilnehmenden Einrichtungen werden Preise wie etwa Saferinternet.at-Workshops verlost.

Anonymisierung im Internet begünstigt Cyberkriminalität

Gestartet wurde der Aktionstag auf Initiative der Europäischen Kommission, mittlerweile nehmen mehr als 100 Länder und Regionen weltweit teil. Dahintersteht die Idee, durch Bewusstseinsbildung das Internet zu einem sichereren und besseren Ort vor allem für Kinder und Jugendliche zu machen.

In diesem Zusammenhang wartete die Wirtschaftskammer Wien mit einigen Tipps auf. Zugangsdaten und Passwörter sollte man nicht im Browser sichern, da Cyberkriminelle gerne die Schwachstellen nutzen, die sich hier auftun. Als Passwörter sollte man eine Kombination von Buchstaben und Ziffern nutzen und ausschließlich auf sichere Online-Verbindungen zurückgreifen, was vor allem beim Internetbanking essenziell ist. Eine sichere Verbindung ist an https:// (Hypertext Transfer Protocol Secure) erkennbar. Software-Downloads sollte man genau überprüfen, denn ansonst ist es möglich, dass mit dem Klingelton auch ein Schadprogramm mitinstalliert wird.

(APA/Red)

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