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80 Jahre Pogrom: Totengebet vor der Wiener Nationalbank

Sebastian Kurz war beim Totengebet persönlich anwesend.
Sebastian Kurz war beim Totengebet persönlich anwesend. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Vor der Nationalbank in Wien traf man sich am Freitag zum Totengebet für die Shoa-Opfer. Auch Sebastian Kurz war dabei.
Totengebet

Nach der Gedenkfeier im Parlament ist am Freitag, dem 80. Jahrestag der Novemberpogrome 1938, auch mit einem Totengebet im Ostarrichipark vor der Nationalbank in Wien der österreichischen Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden.

An diesem Ort soll eine Namens-Gedenkmauer für die rund 66.000 in der NS-Zeit ermordeten Juden aus Österreich errichtet werden.”Endlich erhält Wien einen würdigen Ort des namentlichen Gedenkens”, erklärte Hannah Lessing, Generalsekretärin des Österreichischen Nationalfonds, im Rahmen der Gedenkfeier. Die Dimension werde erst durch die Nennung jedes Einzelnen fühlbar.

Sebastian Kurz dankte Helfern

Die Bundesregierung hatte zuletzt angekündigt, fast zur Gänze die Finanzierung der Gedenkmauer übernehmen zu wollen, womit das größte Hindernis zur Umsetzung entfiel. Es sei ein wichtiger symbolischer Akt, der hier gesetzt werde, meinte die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ), die im Namen der Stadt Wien Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für seine Initiative dankte. Kurz wiederum bedankte sich bei allen, die sich für das Projekt eingesetzt haben. Er freue sich, dass man die Idee nun gemeinsam Wirklichkeit werden lassen können.

Der Initiator der Namensmauer, der Holocaust-Überlebende Kurt Y. Tutter, berichtete von der schwierigen Ortssuche, zeigte sich aber gleichzeitig dankbar für den nunmehrigen Standort – hier habe man mehr Platz und könne damit die Buchstaben der Namen der Opfer ein kleines Stückchen größer realisieren.

(APA/red)

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