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60 Jahre Bregenzer Festspiele

Im Sommer 1946 wurden die Bregenzer Festspiele auf zwei Kies-Schiffen mit Mozarts Singspiel "Bastien und Bastienne" unter Mitwirkung der Wiener Symphoniker aus der Taufe gehoben.

Mozart-Musik bildet auch 2006 im 60. Bestandsjahr einen wichtigen Teil des Festivals am Bodensee. Zur Eröffnung am 19. Juli 2006 wird auch das derzeit im Totalumbau befindliche Festspielhaus im neuen Glanz erstrahlen.

Bis 20. August wird neben der Wiederaufnahme der Verdi-Oper „Troubadour“ ein umfangreiches Jubiläumsprogramm auf der Seebühne im Festspielhaus, auf der Werkstattbühne, im Kornmarkttheater, im Kunsthaus und auf dem Martinsplatz geboten. Bei der Programm-Pressekonferenz informierten Präsident Günter Rhomberg, Intendant David Pountney und der Mitarbeiterstab heute, Donnerstag, in Anspielung auf die Festspiel-Gründungszeit an Bord eines ehemaligen Kies-Schiffes.

Rhomberg und Pountney unterstrichen, dass die Bregenzer Festspiele auch in Zukunft neben der Pflege der Tradition ebenso die künstlerische Gegenwart und Zukunft im Auge haben. Die Programmschiene „Kunst aus der Zeit“ (KAZ) versucht 2006 einen Querschnitt der österreichischen Gegenwartsmusik seit 1945 zu bieten, meinte KAZ Verantwortlicher Matthias Losek.

Die Bregenzer Festspiele 2006 dauern vom 19. Juli bis 20. August 2006. Nicht nur optisch wird das um rund 40 Mio. Euro renovierte Festspielhaus für neue Akzente sorgen. Das von Fabio Luisi dirigierte Eröffnungskonzert (19.7.) ist Haydn und Mozart gewidmet. Programm-Schwerpunkte sind neben der „Troubadour“-Reprise (20.7.), die Uraufführung (7.8.) von Claude Debussys rekonstruierter Oper „Der Untergang des Hauses Usher“ kombiniert mit den Baletten „Jeux“ und „L’après-midi d’un faune“ im Festspielhaus, sowie Jacques Offenbachs Operette „Blaubart“ (11.8.) im Theater am Kornmarkt.

Weiteres Highlight im Festspielsommer 2006 ist u.a. die Aufführung von Friedrichs Cerhas epischem Orchesterwerk „Spiegel“ (19.7.). Die Orchesterkonzerte unter dem Motto „Heimat bist du …“ stehen im Zeichen österreichischer Komponisten. Das Spektrum reicht von der Wiener Klassik über die Wiener Schule bis Hollywood: Beim Konzert „Hollywood am See – Filmmusik made in Austria“ (14.8.) werden die Wiener Symphoniker nach dem Erfolg von Bernstein am See im Sommer 2004 ein weiteres Mal im spektakulären Ambiente der Seebühne unter freiem Himmel zu erleben sein.

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