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50-Jährige in NÖ erstochen: Ex-Partner soll eingewiesen werden

Der Mordprozess ist für zwei Tage anberaumt.
Der Mordprozess ist für zwei Tage anberaumt. ©APA (Sujet)
Weil er seine 50-jährige Ex-Lebensgefährtin mit mehreren Messerstichen in Wiener Neustadt-Land getötet haben soll, muss sich ein 43-Jähriger ab Montag wegen Mordes vor Gericht verantworten.
Täter geständig
Mann hatte "Filmriss"

Ein 43-Jähriger muss sich ab Montag in Wiener Neustadt wegen Mordes an seiner Ex-Lebensgefährtin vor Gericht verantworten.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Jänner der 50-Jährigen im Bezirk Wiener Neustadt-Land aufgelauert und sie erstochen zu haben. Im Fall einer Verurteilung droht dem Mann eine lebenslange Freiheitsstrafe und eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Zweitägiger Mordprozess nach tödlicher Messerattacke

Wiener Neustadt. Als die 50-Jährige heimkehrte, soll der Verdächtige sie in der Garage mit einem Outdoor-Messer attackiert haben. Der Großteil der 15 Stiche traf die Frau am Rücken.

Der Mann war mit 1,85 Promille mittelstark alkoholisiert, jedoch laut Gutachten zurechnungsfähig. Der 43-Jährige hat zugegeben, dem Opfer mehrere Messerstiche zugefügt zu haben, kann sich jedoch laut seinen Angaben nicht an die Details erinnern.

Drohungen an Opfer und Schwägerin verschickt

Das spätere Opfer soll die seit 2011 dauernde Beziehung mit dem Beschuldigten im Mai 2017 beendet haben. Im August 2018 schickte der Verdächtige laut Anklage seiner Ex-Lebensgefährtin den Link zum Zitat eines Bibelverses (Ezechiel 25:17), der auch im Film "Pulp Fiction" von Hauptdarsteller Samuel L. Jackson in der Rolle des Killers Jules Winnfield zitiert wird, bevor dieser seine Opfer erschießt: "Ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen, meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe."

Der Schwägerin der 50-Jährigen sendete der Beschuldigte der Staatsanwaltschaft zufolge im Dezember 2018 einen Clip aus einem Rambo-Film. Dieser zeigt, wie der Hauptdarsteller einem Kontrahenten ein Messer an die Kehle setzt.

Staatsanwaltschaft beantragte Einweisung in Anstalt

Der Mann soll durch Stalking-Handlungen nach Beendigung von Beziehungen aufgefallen sein. Wegen beharrlicher Verfolgung zum Nachteil einer anderen Ex-Partnerin und Körperverletzung wurde er jeweils zu einer Geldstrafe verurteilt.

Laut einem Gutachten leidet der Beschuldigte an einer Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und emotional-instabilen Anteilen. Mit großer Wahrscheinlichkeit bestehe die Gefahr weiterer Taten mit schweren Folgen bis hin zu Morddelikten vor allem im partnerschaftlichen Bereich.

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat wegen "massiver Rückfallgefahr" die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach Paragraf 21 Absatz 2 Strafgesetzbuch beantragt.

(APA/Red)

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