42-Jährige in Ybbs an der Donau getötet: Ehemann stach aus Eifersucht zu

Die 42-Jährige wurde durch mehrere Messerstiche getötet.
Die 42-Jährige wurde durch mehrere Messerstiche getötet. ©APA/EINSATZDOKU.AT
Nach stundenlanger Einvernahme zeigte sich der 50-jährige Ehemann geständig, aus Eifersucht auf seine Frau eingestochen zu haben. Er befindet sich in U-Haft.
Ehemann schweigt nach Bluttat
Bilder des Tatorts
42-Jährige in NÖ erstochen

Nach der Bluttat mit einer toten 42-Jährigen in Ybbs a. d. Donau (Bezirk Melk) ist am Freitag das vorläufige Obduktionsergebnis vorgelegen. Die Frau erlitt laut Leopold Bien, dem Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, "zahlreiche Stichverletzungen im Oberkörper- und Halsbereich".

50-Jähriger stach mit Messer auf Ehefrau ein: U-Haft

Angekündigt wurde seitens der Behörde die Anordnung eines psychiatrischen Gutachtens zum 50-jährigen Verdächtigen. Eine solche Expertise sei "im Sinne einer umfassenden Aufklärung" auch in dieser Causa notwendig, hielt Bien fest.

Der Beschuldigte wurde noch am Donnerstagabend in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert und am Freitag die U-Haft verhängt. Befristet ist diese nach Angaben von Staatsanwaltschafts-Sprecher Leopold Bien bis 31. Jänner.

Ehemann geständig: Bluttat aus Eifersucht

Der 50-jährige österreichische Staatsbürger mit rumänischen Wurzeln soll seine Ehefrau - eine Rumänin - am Mittwochabend im Wohnhaus des Paares erstochen haben. Am Ort des Geschehens wurde ein Messer sichergestellt. Der Beschuldigte war am Donnerstag nach stundenlanger Einvernahme geständig, gab Eifersucht als Motiv an.

Astrid Wagner, die den 50-Jährigen gemeinsam mit Florian Höllwarth vertritt, sprach hinsichtlich der Handlungen ihres Mandanten ebenfalls von einer Eifersuchts-Tat und hielt fest, "dass alles auf Totschlag" hindeute. Nach mehreren Aussagen der 42-Jährigen habe der Beschuldigte rot gesehen: "Dadurch ist es zu dieser Affekt-Explosion gekommen", sagte die Juristin zur APA.

Die Kinder des Paares - ein Sohn (16) und eine Tochter (18) - befanden sich am Freitag weiter bei Verwandten. Dies könne durchaus auch so bleiben, hieß es aus dem Büro der zuständigen niederösterreichischen Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Liege keine Beeinträchtigung des Kindeswohls vor, sei die Kinder- und Jugendhilfe "per Gesetz nicht verpflichtet, weitere Maßnahmen zu treffen", hielt ein Sprecher auf APA-Anfrage fest.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • 42-Jährige in Ybbs an der Donau getötet: Ehemann stach aus Eifersucht zu
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen