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40 Jahre U-Bahn in Wien: Geburtstags-Chronik zum Jubiläum zeigt Geschichte

Am 25. Februar 1978 hat die Linie U1 als erste ihren Betrieb aufgenommen.
Am 25. Februar 1978 hat die Linie U1 als erste ihren Betrieb aufgenommen. ©APA/Wiener Linien
Vor 40 Jahren fuhr die erste U-Bahn in Wien - was im Vergleich zu anderen europäischen Städten eigentlich spät war. Das Transportmittel war dabei anfangs nicht so beliebt wie heute. Eine neue Geburtstags-Chronik zum Jubiläum dokumentiert den U-Bahn-Bau in der Donaumetropole.
40 Jahre U-Bahn in Wien
Geschichte der Wiener U-Bahnen
Zwangsarbeiter bei Wiener Verkehrsbetrieben

Die Wiener Linien feiern das 40-Jahr Jubiläum der U-Bahn. Am 25. Februar 1978 hat die Linie U1 als erste ihren Betrieb aufgenommen, wie eine neue Geburtstags-Chronik dokumentiert. Im Vergleich mit anderen europäischen Städten war Wien diesbezüglich reichlich spät dran. Heute zählt das U-Bahn-Netz stolze 84 Kilometer und 101 Stationen – und mit dem Ausbau ist man noch lange nicht fertig.

Nachzügler: Wien bei U-Bahn-Bau spät dran

Gustav Mahler sagte einst: “Wenn die Welt einmal untergehen sollte, ziehe ich nach Wien, denn dort passiert alles 50 Jahre später”. Große europäische Metropolen wie London, Paris, Berlin oder Budapest erkannten bereits Ende des 19. Jahrhunderts die Notwendigkeit einer U-Bahn. In Wien fiel erst am 25. Jänner 1968 im Wiener Gemeinderat der Beschluss, eine Untergrundbahn zu errichten.

Zehn Jahre später wurde die U1 als erste Linie eröffnet, die jedoch nur wenige Kilometer zwischen Karlsplatz und Reumannplatz zurücklegte. Wobei das U-Bahn-Zeitalter in der Bundeshauptstadt genaugenommen schon zwei Jahre zuvor eingeläutet wurde: Die U4 war seit 1976 im Probebetrieb auf den ehemaligen Stadtbahngleisen zwischen Heiligenstadt und Friedensbrücke unterwegs. Mit der U1 ging dann die erste Neubaustrecke ans Netz.

Stadtbahn mit Dampfbetrieb erfasste die Innere Stadt nicht

Die Idee für einen Personentransport unter der Erde kam in Wien allerdings nicht erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf. Immerhin war die Stadt in technischer Hinsicht keineswegs rückständig – man denke an die bereits 1896 elektrifizierte Pferdetramway. Dennoch entschied man sich zur Zeit der Jahrhundertwende dazu, eine Stadtbahn mit Dampfbetrieb zu erbauen.

Die Stadtbahn hatte allerdings den Nachteil, dass sie die Innenstadt nicht erfasste – was damals von der Stadtregierung schon als Problem anerkannt wurde. Man hoffte auf private Investoren, die einen U-Bahnbau finanzieren sollten, diese blieben jedoch aus.

Weitere Anstrengungen, den Bau der U-Bahn zu forcieren, brachten der Erste und Zweite Weltkrieg schließlich zum Erliegen. Auch in der unmittelbaren Nachkriegszeit war die U-Bahn aufgrund des Wiederaufbaus kein Thema. Erneut aufgenommen wurden diesbezügliche Gespräche erst in den 1950er-Jahren, wobei die unterirdischen Züge für hitzige politische Diskussionen sorgten.

Unterirdische Züge sorgten für Diskussionen

Kostengünstigere Alternativen verzögerten den U-Bahnbau noch weiter. Statt einer U-Bahn wurde 1962 die Schnellbahn zwischen Meidling und Floridsdorf eröffnet und der Bau von Unterpflasterstraßenbahnen (USTRAB) wurde im Gemeinderat abgesegnet.

Zu einer schnellen Entscheidung führte letztlich 1965 eine Einschätzung des Wissenschaftlers Edwin Engel, der eine Notwendigkeit dieses Verkehrsmittels formulierte. In der Folge war die Planung des U-Bahn-Netzes auch keineswegs einfach und sorgte wiederum für politische Debatten. Die ersten Linien wurden am Ende kürzer gebaut als geplant, der Bau der U3 auf eine spätere Bauphase verschoben. Auch die Finanzierung des Megaprojektes stand zur Diskussion, der Bund entschloss sich 1969 einen ersten Zuschuss von 2,4 Mrd. Schilling zu gewähren.

Neues Transportmittel sorgte für Unmut in der Bevölkerung

Aber nicht nur in der Politik war die U-Bahn umstritten – Protestplakate zeugten auch von Unmut in der Bevölkerung, der nicht zuletzt aufgrund einer gigantischen Baustelle ausgelöst wurde, die den Verkehrsknotenpunkt Karlsplatz von nun an markierte. Von hier aus führte die U2 zum Schottenring. In der ersten Ausbauphase wurden zudem die U1 vom Reumannplatz zum Praterstern und die U4 zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt errichtet. Der Einsturz der Reichsbrücke verlangte in dieser Phase die Verlängerung der U1 vom Praterstern nach Kagran.

Im Jahr 1978 wurden schließlich die ersten U-Bahn-Stationen eröffnet. Zu Ehren der neuen “Silberpfeile” – wie die Waggons genannt werden – wurde sogar eine eigene Briefmarke mit Sonderpoststempel gedruckt. Erst in der zweiten Bauphase Anfang der 80er-Jahre wurden die U3 und U6 in Angriff genommen. Im Moment wird die vierte Ausbauphase angegangen: Der Bau der türkisen U5 wird realisiert, eine fünfte Phase ist bereits in Planung.

Stetiger Ausbau der U-Bahnlinien geplant

Anders als Ende des 19. Jahrhunderts hat man nun beschlossen, mit der Zeit zu gehen. Die Züge der U5 werden automatisch und fahrerlos geführt und mit Bahnsteigtüren ausgestattet sein – wobei auch hier zahlreiche andere Metropolen wie London, Paris oder Barcelona früher dran waren. Seit dem Eröffnungstag am Karlsplatz sind nun 40 Jahre vergangen, in denen 84 Kilometer und 101 Stationen gebaut wurden, in der fünften Bauphase soll an der 100 Kilometer Marke gekratzt werden.

Buchtipp:

Chronik Wiener U-Bahn-Bau. Beschlüsse – Ereignisse – Eröffnungen

Autor: Johann Hödl

erhältlich ab Anfang März im Verkehrsmuseum Remise oder im Wiener-Linien-Onlineshop

(APA/Red)

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