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40.000 Euro mit nicht geleisteten Überstunden erschwindelt: Kaum Strafen für Beamtinnen

Drei Beamtinnen ergaunerten sich durch falsche Überstunden bis zu 40.000 Euro.
Drei Beamtinnen ergaunerten sich durch falsche Überstunden bis zu 40.000 Euro. ©Bilderbox.at
Ein dreister Betrugsfall im Fonds Soziales Wien: Drei Mitarbeiterinnen sollen sich zwei Jahre lang Zahlungen für nicht geleistete Überstunden erschwindelt haben. Der Schaden soll sich auf 40.000 Euro belaufen.

Wie krone.at am Donnerstag berichtet, soll es im Fonds Soziales Wien zu einem dreisten Betrugsfall gekommen sein. “Ja, das ist superärgerlich. Natürlich bin ich auch darüber empört, was hier vorgefallen ist”, bestätigt der Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien (FSW), Peter Hacker, den Fall im Interview mit der Krone.

40.000 Euro durch Betrug beim Fond Soziales Wien

Zwei weibliche Beamte und eine Privatangestellte sollen demnach die Zeiterfassung ausgetrickst haben und sich so insgesamt 40.000 Euro mit nicht geleisteten Überstunden erschwindelt haben.

Ein Informant der Krone soll von einem Schaden von weit mehr als 40.000 Euro sprechen, während Peter Hacker von einem weit aus geringerem Betrag spricht: “Nein, so viel wird’s nicht gewesen sein”. Der Informant schilderte außerdem auch wie die drei Damen die Zeiterfassung über zwei Jahre lang austricksten und Geld für ihre “Überstunden” erschlichen: “Eine kam um sieben Uhr am Morgen in das Amtsgebäude an der Guglgasse in Wien- Landstraße und zog bei der Zeiterfassung die Magnetkarten für alle drei durch. Dann kam die nächste erst um elf Uhr. Sie zog die drei Magnetkarten erst wieder spät am Nachmittag durch – ihre Kolleginnen waren da natürlich schon lang weg”, erzählte er im Gespräch mit der Krone. Die Beamtinnen sollen sogar während der Urlaubszeit Überstunden gemacht haben. Ein engagierter Privatdetiktiv ließ den Schwindel nach zwei Jahren auffliegen.

Beamtinnen sollen nur strafversetzt worden sein

Auch der FP-Landtagsabgsabgeordnete Dietrich Kops meldete sich zu dem Vorfall zu Wort und fordert eine lückenlose Aufklärung. Die drei Beamtinnen seien nach dem Vorfall nämlich nur strafversetzt worden. „Das ist absolut unverständlich, dass es keine härteren Konsequenzen gegeben hat.“, hieß es weiter.

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