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4.500 mehr Arbeitslose als noch letzte Woche

Die Arbeitslosigkeit ist wieder leicht gestiegen.
Die Arbeitslosigkeit ist wieder leicht gestiegen. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Die Arbeitslosenzahlen in Österreich sind in der letzten Woche wieder leicht gestiegen. Insgesamt sind rund 410.000 Menschen ohne Job. Schwierig wird es auch für Lehrstellensuchende in Wien.

Die Arbeitslosenzahl ist gegenüber der Vorwoche um rund 4.500 auf 409.356 gestiegen. Davon sind 346.068 Personen beim Arbeitsmarktservice vorgemerkt und 63.288 befinden sich in AMS-Schulungen, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt beträgt das coronabedingte Arbeitslosenplus wie in der Vorwoche noch rund 72.000.

"Die Zahl der krisenbedingten Arbeitslosen ist derzeit recht konstant, dennoch sehen wir erste saisonale Effekte im Vergleich zu Vorwoche", kommentierte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Dienstag die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. "Besonders die von uns gesetzten Maßnahmen im Bereich der Jugendbeschäftigung wirken." Man habe seit April bereits 25.000 junge Menschen wieder in einen Job vermitteln können.

Zu viele Lehrlinge in Wien

Die Entwicklung bei den Lehrstellen stimmt die Arbeitsministerin optimistisch. Ende September gab es 8.406 Lehrstellensuchende und 8.805 offene Lehrstellen. Die Situation sei aber regional unterschiedlich, in Wien gebe es sieben Lehrstellensuchende pro Lehrstelle, in den meisten anderen Bundesländern herrsche Lehrlingsmangel.

Zur Phase 3 der Corona-Kurzarbeit, die mit Oktober gestartet ist, gibt es laut Ministerium "derzeit noch keine belastbaren Zahlen". Derzeit würden erst Kurzarbeitsanträge für eine vierstellige Zahl an Mitarbeitern vorliegen. Anträge können bis Anfang November rückwirkend gestellt werden. Ende Oktober erwartet das Arbeitsministerium "ein genaueres Bild" zur Entwicklung der Kurzarbeit.

Der AMS-Verwaltungsrat wird am Dienstag die übergeordneten arbeitsmarktpolitischen Ziele für 2021 beschließen. Zu den fünf Zielen des AMS gehören: Menschen wieder in Beschäftigung bringen, Joboffensive und rasche Vermittlung nach Schulung, Frauen überproportional fördern (+3,5 Prozent im Verhältnis zum Anteil der Frauen an der Arbeitslosigkeit) und offene Stellen besetzen sowie Jugendbeschäftigung.

(APA/red)

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