300.000 Menschen in Wien absolvieren mehrere Corona-Tests pro Woche

Corona-Tests für zuhause werden künftig nur noch eingeschränkt verfügbar sein - was Wien besonders hart trifft
Corona-Tests für zuhause werden künftig nur noch eingeschränkt verfügbar sein - was Wien besonders hart trifft ©APA/HANS PUNZ
Die neue Teststrategie der Bundesregierung, die am Dienstag verlautbart wurde, könnte vor allem in Wien spürbar werden. Denn aktuell wird dort weit mehr getestet, als dies mit der reduzieren Anzahl Tests noch möglich wäre.
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Die von der Regierung angekündigte Beschränkung der Gratis-Tests wird zumindest in Wien für viele Menschen spürbar werden. Allein vorige Woche haben sich nämlich 618.817 Wienerinnen und Wiener über "Alles Gurgelt" testen lassen, wie aus einer Auswertung der Landesregierung hervorgeht. Davon hat fast die Hälfte zwei oder mehr Tests auswerten lassen. Hochgerechnet wäre das bereits mehr als die von der Regierung künftig maximal finanzierten fünf PCR-Tests pro Monat.

Bundesland Wien: Mit Abstand meiste Tests in ganz Österreich

In Wien werden mit Abstand die meisten Corona-Tests in ganz Österreich ausgewertet. Allein seit Jahresbeginn waren es inklusive Apotheken-Tests 21,1 Millionen - mehr als die Hälfte aller PCR-Tests in Österreich. Wie viele Menschen mehr als das künftige Limit von fünf Tests pro Monat brauchen, geht aus den vorerst verfügbaren Zahlen nicht hervor. Allein über das Programm von "Alles Gurgelt" haben aber allein vorige Woche schon 21.261 Wienerinnen und Wiener fünf Tests oder mehr abgewickelt.

Aktuelle Zahlen zu Corona-Tests in Wien

Insgesamt hat sich den Zahlen zufolge in der Vorwoche ein knappes Drittel der Wienerinnen und Wiener testen lassen (619.000 von 1,9 Millionen Menschen). Davon hat wiederum mehr als die Hälfte nur einen Test abgegeben (321.811). Ein weiteres gutes Viertel hat zwei Tests bei "Alles Gurgelt" auswerten lassen (172.000 Menschen). Zwölf Prozent (74.000 Menschen) haben drei Tests abgegeben, fünf Prozent (30.353) vier Tests und 3,5 Prozent fünf oder mehr Tests (21.361 Personen).

Limit von fünf Tests monatlich: Kontrolle unklar

Unklar ist vorerst, wie die Regierung das angekündigte Limit von fünf Tests pro Monat kontrollieren möchte. Denn neben in mehreren Bundesländern angebotenen Gurgeltests führen auch die Apotheken PCR-Tests durch. Nicht konkretisiert hat Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) am Dienstag auch, ob und wenn ja zu welcher Einsparung die Deckelung in der Praxis führen soll.

Andere Bundesländer mit deutlich weniger PCR-Tests

In anderen Bundesländern werden jedenfalls deutlich weniger PCR-Tests durchgeführt. Die 21,1 Millionen Wiener Tests seit Jahresanfang entsprechen im Durchschnitt knapp elf Tests pro Einwohner. In Burgenland und Niederösterreich waren es im selben Zeitraum etwa vier PCR-Tests pro Kopf, in Vorarlberg, der Steiermark, Tirol und Salzburg rund drei. Weniger getestet haben Kärnten und Oberösterreich mit jeweils rund zwei PCR-Tests pro Einwohner.

Umdenken in der ÖVP für NEOS "bemerkenswert"

Für NEOS-LGBTIQ-Sprecher Yannick Shetty "ist es bemerkenswert, dass es in der ÖVP nun ein Umdenken gibt und auch die konservative Staatssekretärin ihre Meinung geändert hat". Der Ausschluss einer derart großen Personengruppe wie der LGBTIQ-Community von der Blutspende sei "medizinisch nicht notwendig, EU-rechtswidrig und diskriminierend"- und koste obendrein "Menschenleben, da gerade da angesichts der Pandemie und des Kriegs in der Ukraine Blutspenden dringendst gebraucht werden", meinte Shetty. Es erscheine "besonders absurd", dass mittlerweile drei grüne Gesundheitsminister das Bultspende-Verbot aufrecht erhalten.

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(APA/Red)

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