24-Stunden-U-Bahn: Wiener Nachtbusse fahren keine Ringrunden mehr

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Symbolbild ©Bilderbox/Sascha Böhnke / pixelio.de
Die Einführung der 24-Stunden-U-Bahn bedeutet für Nachtbusse das Ende der Ringrunden: Mit dem Start des Zugbetriebs rund um die Uhr in der Nacht auf 4. September werden auch die Wochenendpläne der Nightlines grundlegend modifiziert, um Parallelführungen zu vermeiden.
Ordnungsteam in U-Bahnen
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Insgesamt fünf Linien werden in den Nächten vor Sams-, Sonn- und Feiertagen gänzlich eingestellt, andere Routen verkürzt geführt bzw. an das U-Bahn-Netz angeschlossen. Das Nachtbussystem an Wochentagen – und damit auch die Umkreisung der Prachtstraße – bleibt unverändert.

Die Einsparung der Ringrunden an Wochenenden sei insofern sinnvoll, als der innerstädtische Bereich gleich durch vier U-Bahn-Linien abgedeckt werde, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Die betreffenden Nightlines fahren künftig nur mehr jenen Streckenteil, der nicht vom Schienenverkehr abgedeckt wird.

U-Bahn im 15-Minuten-Takt

Insgesamt werden gleich fünf Nachtbusrouten gänzlich durch die 24-Stunden-U-Bahn ersetzt: N25, N50, N58, N64 und N75. Andere Streckenführungen werden verlängert oder leicht modifiziert, um den Anschluss an die U-Bahn zu ermöglichen. Unverändert bleiben sieben von insgesamt 17 Nachtbussen: N20, N23, N31, N41, N43, N46 und N71. Darüber hinaus gibt es sieben Anrufsammeltaxis (Astax).

Die Fahrpläne der U-Bahn, die im 15-Minuten-Takt unterwegs sein wird, und der weiterhin alle halben Stunden fahrenden Busse seien bestmöglich aufeinander abgestimmt, versicherte Steinbauer. Mit dem neuen System könnten Nachtschwärmer künftig bestimmte Wege – etwa von der Oper zur Großfeldsiedlung – um bis zu 30 Minuten schneller zurücklegen.

Der Nightlinebetrieb wird ab September jährlich rund 5,6 Mio. Euro kosten – um 800.000 Euro weniger als bisher. Mit den 5,1 Mio. Euro an zusätzlichen U-Bahn-Kosten schlägt der nächtliche Öffiverkehr künftig also mit 10,7 Mio. Euro zu Buche. Die Wiener Linien rechnen durch das neue Mischangebot aus Schienen- und Straßenverkehr mit bis zu 30.000 Personen an den Wochenenden. Derzeit nutzen rund 16.000 Menschen das Nachtbusangebot außerhalb der Wochentage, von Montag bis Freitag sind es rund halb so viele.

Um das Wiener Nachtvolk vor Verwirrungen zu bewahren, wollen die Verkehrsbetriebe vorm Start der 24-Stunden-U-Bahn noch kräftig informieren. Neue Pläne im Taschenformat sollen verteilt, die Änderungen via Internet verbreitet werden. Außerdem müssen auch noch Stationsansagen angepasst, Fahr- und Reinigungspersonal eingeschult und neue Haltestellenfahrpläne gedruckt werden. Ab 3. September sind dann in Wochenendnächten 22 U-Bahn-Züge und 40 Nachtbusse unterwegs.

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