21-Jährige in Wien monatelang eingesperrt - Ehemann verhaftet

©bilderbox.at (Symbolbild)
10. Bezirk, 1100 Wien: Im Fall der jungen Frau, die seit Februar in ihrer Wohnung in Wien-Favoriten von ihrem um ein Jahr älteren Ehemann misshandelt und praktisch wie eine Gefangene gehalten worden sein soll, hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung, Nötigung, fortgesetzter Gewaltaussetzung und Freiheitsentziehung eingeleitet.

Der Verdächtige sitzt in der Justizanstalt Josefstadt in Verwahrungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat einen Antrag auf U-Haft gestellt, über den der Haftrichter bis Freitagvormittag entscheiden muss. Der 22-Jährige habe bei der Einvernahme durch Kriminalisten die Vorwürfe bestritten, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger am Donnerstag. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Das junge Paar – beide mit Migrationshintergrund und in Wien geboren – ist laut Polizei seit 2007 verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von einem und zwei Jahren. Die 21-Jährige durfte nach vorläufigem Erkenntnisstand der Ermittler die Wohnung monatelang nur einige Male verlassen – und zwar ausschließlich in Begleitung ihres Mannes. Angaben, wonach das Paar in dieser Zeit einen Arzt aufgesucht habe, sind laut Hahslinger noch Gegenstand von Überprüfungen. Als der Fall am Montag aufflog, wies die Frau unter anderem Prellungen und Hautabschürfungen auf. Sie wurde mittlerweile in einer Betreuungseinrichtung untergebracht.

Einvernommen wurden laut Hahslinger auch in Österreich lebende Angehörige der Eheleute. Nähere Angaben wollte der Polizei-Sprecher dazu nicht machen.

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