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2018 war erfolgreichstes Jahr für das Wiener Riesenrad seit drei Jahrzehnten

840.000 Besucher drehten im Jahr 2018 ihre Runden mit dem Wiener Riesenrad.
840.000 Besucher drehten im Jahr 2018 ihre Runden mit dem Wiener Riesenrad. ©APA/Herbert Pfarrhofer
Mit dem Riesenrad, eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Wien, drehten im Jahr 2018 840.000 Besucher ihre Runden. Die Attraktion kann sich über einen Umsatzrekord von 8,5 Millionen Euro freuen. Das vergangene Jahr zählt somit zum erfolgreichsten Jahr seit drei Jahrzehnten.

Das Wiener Riesenrad erfreut sich steigender Beliebtheit. Das vergangene Jahr war das erfolgreichste seit drei Jahrzehnten: Rund 840.000 Besucher – 45.000 mehr als 2017 – drehten ihre Runden in dem Wahrzeichen, freute sich Geschäftsführer Peter Petritsch bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Mit 8,5 Millionen Euro wurde auch ein neuer Umsatzrekord verzeichnet. Die wachsenden Besucherzahlen korrespondieren mit den steigenden Touristenzahlen. Dennoch könne man auf die Steigerung stolz sein, da es immer mehr Konkurrenzangebote gebe und die Verweildauer der Touristen im langjährigen Trend kürzer werde, betonte Petritsch. Auch für heuer rechnet er mit einem guten Jahr. Denn im Juni werden eine Million zusätzliche Touristen wegen der Europride erwartet.

Wiener Riesenrad bietet viel Luft nach oben

Auch die exklusiven Angebote, bei denen die Waggons für ein bis zehn Personen für Cocktailpartys oder romantische Dinner reserviert werden können, werden gut angenommen. Rund 3.000 Mal wurden sie gebucht. Beliebt ist das Riesenrad etwa für Heiratsanträge, die “wöchentlich” stattfinden, erzählte Petritsch. Auch für Hochzeiten steht das Wahrzeichen zur Verfügung.

Trotz der steigenden Zahlen sieht der Geschäftsführer, dessen Familie das Riesenrad in den 1960er-Jahren kaufte, ungenutztes Potenzial: “Ich glaube, dass der Prater als touristische Destination sicher noch viel Luft nach oben hat.” Mit den derzeit durchschnittlich mehr als 2.000 Gästen, die das Riesenrad täglich befördert, sei das Limit noch lange nicht erreicht.

Die 1897 errichtete Sehenswürdigkeit verfügte ursprünglich über 30 Gondeln. Diese wurden bei einem Brand während des Zweiten Weltkriegs allerdings zerstört. Nur 15 neue wurden anschließend wieder installiert. Theoretisch könnten die Waggons jederzeit aufgestockt werden, aktuell gebe es aber keine entsprechenden Pläne, da kein Bedarf dafür bestehe. “Wir haben noch genug Kapazitäten frei”, sagte Petritsch.

Wiener Riesenrad blickt auf 122 Jahre Geschichte zurück

Damit die 122 Jahre alte Attraktion in Schuss bleibt, muss laufend saniert werden. Die roten Gondeln wurden erst 2016 komplett erneuert. Im vergangenen Jahr wurde der Radkranz saniert, derzeit sind die Pylonen, die Steher des Riesenrads, an der Reihe. Sie werden entrostetet und neu gestrichen. Die Reparaturarbeiten finden großteils bei Nacht statt, damit der Betrieb ungestört weiterlaufen kann. Am 1. April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Riesenrad bzw. der gesamte Prater spielten eine wichtige Rolle, wenn es darum gehe, die Touristenströme zu entzerren, betonte Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ), der den Eigentümern zum erfolgreichen Jahr gratulierte. Auf die Frage eines Journalisten, ob das Riesenrad nicht weltkulturerbewürdig sei, verwies Hanke zwar auf die Zuständigkeit des Bundes, meinte aber auch: “Einmaliges sollte man entsprechend pflegen, das ist nach 122 Jahren Geschichte eine legitime Frage.”

(APA/Red)

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