200 "Entartete Kunst"-Werke in Frankfurt/Oder

Diffamiert und ausgegrenzt: 1937 präsentierten die Nationalsozialisten in einer Propaganda-Schau in München Kunstwerke, die sie als "entartet" verunglimpften. Von diesem Sonntag (27.10.) an zeigt das Museum Junge Kunst in Frankfurt/Oder einen Teil dieser Arbeiten.


Bis zum 26. Jänner 2014 sind rund 200 Plastiken, Radierungen, Holzschnitte und andere Arbeiten zu sehen – unter anderem von Ernst Barlach, Otto Dix, Oskar Kokoschka, Lyonel Feininger und Laszlo Moholy-Nagy.

Die Mehrheit der Werke in der Ausstellung “”Entartete Kunst” – Angriff auf die Moderne” stammen vom Kulturhistorischen Museum in Rostock. In dieser Fülle wie in Frankfurt (Oder) seien sie dort aus Platzgründen bisher nicht ausgestellt worden, sagte die Direktorin des Museums Junge Kunst, Brigitte Rieger-Jähner, am Mittwoch.

Die in Frankfurt an der Oder versammelten Arbeiten stammen zum großen Teil aus dem Nachlass von Bernhard Böhmer. Er war selber Künstler und mit Barlach befreundet, wie Rieger-Jähner erläuterte. Gleichzeitig habe er aber auch offiziell mit Kunstwerken gehandelt, die die Nazis als “entartet” und nicht in ihre Ideologie passend abstempelten. 1945 nahm Böhmer sich das Leben.

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