20-Jähriger auf U6-Gleise gestoßen: Vier Verdächtige ausgeforscht

In der Station Michelbeuern kam es zu der Rauferei mit Folgen
In der Station Michelbeuern kam es zu der Rauferei mit Folgen ©Wiener Linien/Johannes Zinner (Sujet)
Eine Rauferei in der Wiener U-Bahn von Anfang September dürfte jetzt geklärt worden sein. Laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer wurden alle vier Verdächtigen ausgeforscht, die einen 20-jährigen auf die Gleise der U6 gestoßen haben soll.
Der Vorfall im U6-Bereich

Der mutmaßliche Haupttäter (17) bei dem Übergriff in der U6-Station ist in Haft. Die anderen drei, zwei ebenfalls 17, der dritte 21, wurden auf freiem Fuß angezeigt. Die Verdächtigen gaben die Tat zu.

Fahndungsdruck: Junge Burschen stellten sich

Zwei Verdächtige stellten sich, nachdem die Exekutive vor rund zehn Tagen sehr gute Fahndungsfotos veröffentlicht hatte. Rund 80 zweckdienliche Hinweise auf die Täter waren eingegangen. Die beiden anderen, unter ihnen der Hauptverdächtige, wurden ausgeforscht. Maierhofer zufolge hatte ein fünfter, der ursprünglich ebenfalls verdächtigt wurde, nichts mit der Rauferei in der U6 zu tun.

Der Vorfall in der U6-Station

Zu der Auseinandersetzung war es am 6. September gekommen. Die vier Verdächtigen hatten in alkoholisiertem Zustand um 5.15 Uhr zwei Pärchen angepöbelt. Ein Wort gab das andere, schließlich wurde der Streit handgreiflich. Dabei wurden die Opfer verletzt. Bei der Station Michelbeuern verließ eines der Opfer, der 20-Jährige, die U-Bahn, dürfte zuvor aber noch unbekannterweise die Mutter des mutmaßlichen Haupttäters beleidigt haben.

20-Jähriger auf Gleise gestoßen

Der 17-Jährige soll daraufhin seinem Kontrahenten einen Stoß gegen die Brust versetzt haben, sodass dieser auf die Gleise stürzte. Der Verdächtige sah offenbar, dass sich das Opfer bewegte, und ergriff die Flucht. Der 20-Jährige konnte sich trotz Verletzungen selbst so rasch in Sicherheit bringen, dass niemand den Nothalt betätigte.

(apa/red)

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