AA

2.000 bizarre Gestalten bevölkern beim "Eurocarneval" die Mozartstadt

Ein turbulentes Faschingstreiben erwartet die Stadt Salzburg am 21. und 22. Jänner 2011: Nach Städten wie Rom, Berlin, Paris, Verona und Prag haben die “Guggemusiker” nun Salzburg für ihr “XVIII Eurocarneval & Guggemusik-Festival” auserkoren. Rund 2.000 originelle Musiker und bizarre Maskengestalten aus fünf Nationen sorgen für schräge Töne, lautstarke Platzkonzerte, spektakuläre Umzüge und ein “Monsterkonzert“. Laut Polizei ist mit temporären Verkehrsanhaltungen und Umleitungen zu rechnen.

Die Kosten des Festivals berappen die Teilnehmer selbst, “sie erhalten keine Subventionen“, erklärte Organisatorin Brigitte Tanzer vom Kartenbüro Polzer gegenüber der APA. Die Faschingsmusiker, Fasnachts– und Karnevalsgruppen reisen aus Österreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein und der Schweiz an. “Wir rechnen mit einem Umsatz von rund 300.000 Euro, den sie hier inSalzburg machen. Die 2.000 Personen haben zwei Nächte inklusive zweimal Essen in verschiedenen Stadthotels und auch mehrere Lokale für einen Kneipenbummel gebucht”, schilderte Tanzer.

Für den Klamauk am Freitag, 21. Jänner, von 11 bis 18 Uhr werden jeweils eine Bühne auf dem Residenzplatz, am Alten Markt und am Platzl aufgestellt. Um 18.30 Uhr startet ein Fackelumzug beim Makartsteg am Elisabethkai. Er führt über die Schwarzstraße, Staatsbrücke – sie wird von 18.30 bis 20 Uhr für den Verkehr gesperrt – und über die Getreidegasse nach St. Peter. Am Samstag gibt es von 9.30 Uhr bis 17.30 wieder viel Klamauk auf den Bühnen, um 13 Uhr setzt sich ein Carnevalsumzug von der Linzergasse aus über die Staatsbrücke zum Residenzplatz in Bewegung. Dort geben die Guggemusiker um 14.00 Uhr ein “Monsterkonzert” zum Besten. Wegen des Umzugs ist die Staatsbrücke von 13 bis 15.30 Uhr erneut gesperrt.

Die Guggemusik stammt aus dem alemannischen Raum. Die mit Blechinstrumenten und Schlagwerken gespielten, verwegenen Rhythmen sind ein zentrales Element vor allem der Schweizer Fasnacht. “Die Musiker kennen keine Noten und spielen ein bisschen falsch, aber sehr unterhaltsam”, sagte die Organisatorin des Festes. Mit der blechern klingenden Musik soll der Winter vertrieben werden. Die Musiker tragen fantasievolle Holzmasken und selbst gefertigte Kostüme, die weitervererbt wurden.

Das Guggemusik-Festival gastierte 2004 zum ersten Mal in der Stadt Salzburg. “Weil es so gut funktioniert hat, wollten sie wieder kommen”, erklärte Tanzer. Der Altstadt-Ausschuss habe die Musiker erneut willkommen geheißen. Am 21. Jänner werden sie von Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) um 16.30 Uhr im Marmorsaal des Schlosses Mirabell empfangen. Die Organisatorin lobte das Verkehrsreferat des Stadtpolizeikommandos, das sich sehr kooperativ zeige. Die Polizei ersucht die Fahrzeuglenker, an diesen beiden Tagen den inneren Stadtbereich großräumig zu umfahren. Die Teilnehmer des Festivals reisen am 23. Jänner wieder ab.

  • VIENNA.AT
  • Kultur
  • 2.000 bizarre Gestalten bevölkern beim "Eurocarneval" die Mozartstadt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen