190 Feuerwehren durch Sturm in Niederösterreich gefordert

In Ebreichsdorf kam es durch den Sturm zu Schäden.
In Ebreichsdorf kam es durch den Sturm zu Schäden. ©APA/THOMAS LENGER
Sturm hat am Montag für 240 Feuerwehreinsätze in Niederösterreich gesorgt. Insgesamt standen 190 Feuerwehren mit 2.200 Mitgliedern im Einsatz, sagte Franz Resperger vom Landeskommando am Dienstag.
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Gegen Mitternacht beruhigte sich die Wetterlage. Alarmiert wurden die Helfer u.a. wegen umgestürzter Bäume und umgekippter Lkw-Anhänger. In Mödling wurde ein Einfamilienhaus durch einen abgestürzten Rauchfang beschädigt.

Schornstein aus Verankerung gerissen

Sturm hatte einen Schornstein aus der Verankerung gerissen, Teile waren beim Eintreffen der Feuerwehr am Abend bereits abgestürzt, berichtete die FF Mödling am Dienstag in einer Aussendung. Eine weitere Böe erfasste jene Teile des Rauchfangs, die sich noch auf dem Haus befanden. Der Schornstein stürzte um, durchbrach das Dach und ein Glasfenster im Dachboden und beschädigte die darunter liegende Stiege schwer. Die Personen, die sich im ersten Stock aufhielten, konnten das Gebäude nicht mehr selbstständig verlassen.

Die Feuerwehr sicherte weitere absturzgefährdete Teile an Dach und Dachboden. Die Stiege wurde so abgestützt, dass sich die Personen - darunter ein Kind - in Sicherheit bringen konnten. In Folge wurde das Dach mit Planen zugedeckt, um einen Wassereintritt zu verhindern. Nach über zweieinhalb Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken. Verletzt wurde niemand.

Sturm in NÖ: 190 Feuerwehren waren im Einsatz

Wie in anderen Teilen des Bundeslandes mussten auch in Mödling u.a. lose Plakatwände gesichert werden. Zudem musste an der Königswiese ein rund 15 Meter hoher Nadelbaum, der auf eine Gartenhütte und ein Haus zu stürzen drohte, mithilfe des Hubrettungsgeräts abgetragen werden. Auch hier war die Feuerwehr mehr als zweieinhalb Stunden im Einsatz.

Entstandene Schäden "relativ gering"

Insgesamt seien die entstandenen Schäden in Niederösterreich "relativ gering", zog Feuerwehrsprecher Franz Resperger Bilanz. Im Einsatz standen die Helfer auch wegen umgestürzter Bäume, die Straßen blockierten oder in Stromleitungen hingen. Weiters kippten Lkw-Anhänger um, etwa auf der B 17. In Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax (Bezirk Neunkirchen) war eine Plane in eine Hochspannungsleitung geweht worden, hatte dadurch Feuer gefangen und in der Folge einen kleinen Waldbrand ausgelöst. Die Flammen konnten rasch gelöscht werden.

(APA/Red)

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