19 Tutenchamun-Objekte an Ägypten zurück

Das New Yorker Metropolitan Museum hat sich entschlossen, 19 Objekte, die aus dem Grab des Pharaos von Tutenchamun stammen sollen, an Ägypten zurückzugeben.
Tutenchamun-Objekte des Metropolitan Museum

Wie die ägyptische Altertümerverwaltung am Mittwoch mitteilte, werden die Amerikaner im Juni kommenden Jahres unter anderem eine kleine aus Bronze gefertigte Hundeplastik mit einem goldenen Halsband nach Kairo schicken. Außerdem erhalten die Ägypter eine Sphinx-Figur aus Lapislazuli, die wohl einst Teil eines Armbandes war. Der Chef der Altertümerverwaltung, Zahi Hawwas, lobte das Metropolitan Museum of Art für diese “wundervolle Geste”.

Das Grab von Tutenchamun (um 1319-1309 v.Chr.) ist das einzige Grab im Tal der Könige bei Luxor, das von Grabräubern weitgehend verschont wurde. Der prunkvolle Grabschatz des jungen Königs füllt im Ägyptischen Museum in Kairo mehrere große Räume. Das bekannteste Objekt ist die schwere goldene Totenmaske des ägyptischen Herrschers, der als junger Mann starb. Die Stücke sollen Teil einer ständigen Tutenchamun-Sammlung im neuen Grand Egyptian Museum in der Stadt Giza werden, das 2012 seine Pforten öffnen soll.

Die 19 Objekte, die sich bisher im Besitz des New Yorker Museums befunden hatten, waren vor der Entdeckung des Grabes von Tutenchamun durch den Briten Howard Carter 1908 im Tal der Könige von einem Amerikaner gefunden und im Jahr 1948 nach New York gebracht worden, nachdem das Metropolitan Museum sein Ausstellungshaus in Ägypten geschlossen hatte. Die ägyptische Altertümerbehörde ist sich inzwischen sicher, dass auch sie einst Teil der Grabbeigaben für den Pharao waren.

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