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176.000 Besucher bei Festspielen

Mit einer erfreulichen Bilanz gingen am Sonntagabend die Bregenzer Festspiele zu Ende. Insgesamt kamen 175.819 Besucher zu den Veranstaltungen, Gesamt-Auslastung 91 Prozent.

Die zeitgenössische Programmreihe „Kunst aus der Zeit“ und die Orchesterkonzerte erzielten Besucherrekorde. Die Gesamt-Auslastung der Festspiele betrug 91 Prozent. Insgesamt konnten die Einnahmen um 13 Prozent gesteigert werden. Das Spiel auf dem See der Jahre 2005 und 2006, „Der Troubadour“, reiht sich außerdem unter die erfolgreichsten Opern auf der Seebühne der vergangenen zehn Jahre ein: 301.573 Besucher sahen in zwei Jahren die Inszenierung von Robert Carsen und Paul Steinberg. Damit liegt Giuseppe Verdis Meisterwerk gleichauf mit „Ein Maskenball“ (1999/2000) und knapp hinter „La Bohème“ (2001/2002).

Die Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker und des Symphonieorchesters Vorarlberg standen in diesem Sommer ganz im Zeichen eines Österreich-Schwerpunkts: Komponisten wie Mozart, Schubert, Mahler und Bruckner erwiesen sich dabei ebenso als Publikumsmagneten wie der Vorarlberger Zeitgenosse Herbert Willi. Mit einer Gesamtbesucherzahl von 8.853 avancierten die Orchesterkonzerte 2006 zu den bestbesuchten seit 1946. Allein das Konzert Hollywood am See, der zweite Auftritt der Wiener Symphoniker unter freiem Himmel, zog mit „Filmmusik made in Austria“ rund 3.450 begeisterte Zuhörer in seinen Bann.

Einhellige Begeisterung bei Kritik und Publikum gab es für die Oper im Festspielhaus 2006 „Der Untergang des Hauses Usher“ von Claude Debussy: In der ersten Opernproduktion im Rahmen der Bregenzer Festspiele auf der Bühne des neu renovierten Festspielhauses gelang es, Debussys Ballette „Prélude á l’après-midi d’ un faune“ und „Jeux“ sowie den neu vollendeten Operneinakter „Der Untergang des Hauses Usher“ zu vereinen. Gespielt wurde die Oper im Festspielhaus 2006 auf Grund des durch die Sanierung bedingten späten Beginns in diesem Sommer ausnahmsweise nur drei Mal, 4.157 Besucher sahen die tragische Geschichte rund um das Schicksal der Familie Usher.

David Pountneys Ziel, die zeitgenössische Programmreihe der Bregenzer Festspiele stärker zu etablieren, ist im sechsten Jahr des Bestehens von Kunst aus der Zeit aufgegangen: KAZ 6 kann in diesem Sommer mit einer Gesamtbesucherzahl von 5.153 einen neuen Rekord verbuchen. Produktionen wie Friedrich Cerhas episches Orchesterkonzert „Spiegel“, das die Bregenzer Festspiele in ihrem Jubiläumsjahr eröffnete, „wo du nicht bist“ von Nico and the Navigators & Franui, Richard Dünsers neuestes Werk „Radek“ sowie das diesjährige Gastspiel des Hamburger Thalia Theaters, Werner Schwabs „Die Präsidentinnen“, fanden regen Publikumszuspruch und ein großes Medienecho.

Erfreulich auch das Ergebnis der in diesem Sommer von David Pountney ins Leben gerufenen Reihe „Plattform – Open Doors“: Unter diesem Motto haben die Bregenzer Festspiele an den vier Festspielwochenenden jungen Künstlern die Türen des neuen Hauses geöffnet und ihnen eine Plattform geboten, sich und ihre Kunst zu präsentieren. 3.000 Besucher sahen ein Programm, das vom Jazz bis zur Klassik, vom Gesang bis zur Instrumentalmusik reichte.

2007 steht Puccinis „Tosca“ auf der Seebühne im Mittelpunkt der Bregenzer Festspiele. „Tod in Venedig“, die letzte Oper des britischen Komponisten Benjamin Britten (1913-1976), wird im Sommer 2007 als Oper im Festspielhaus zu erleben sein. Premiere dieser Kooperation mit dem englischen Aldeburgh Festival ist am 18. Juli 2007, für die Inszenierung zeichnet der japanische Schauspieler und Regisseur Yoshi Oida verantwortlich.

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