17-Jähriger wollte Ex-Freundin töten: Prozess wegen versuchten Mordes

In einer Aussprache zog das 16-jährige Mädchen einen endgültigen Schlussstrich unter die Beziehung. Als sie wenige Stunden später schlafend im Bett lag, hat ihr Ex-Freund mehrmals auf sie eingestochen. Dass das Mädchen überlebt hat, grenze an ein Wunder, so der Gerichtsmediziner.

Ein 17 Jahre alter Schlosserlehrling muss sich am Mittwoch wegen versuchten Mordes vor einem Schwurgericht im Wiener Straflandesgericht verantworten. Der Bursch hatte mit einem Küchenmesser auf seine schlafende Ex-Freundin eingestochen, nachdem ihm diese endgültig den Laufpass gegeben hatte. Dass die 16-Jährige überlebt hat, grenzt beinahe an ein Wunder, wie dem Gutachten des Gerichtsmediziners Christian Reiter zu entnehmen ist. Bei einem Schuldspruch drohen dem Angeklagten bis zu 15 Jahre Haft.

Die Bluttat ereignete sich am 4. Juli 2007 in der Wohnung des Mädchens in Wien-Simmering, deren Eltern sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befanden. Der Bursch hatte eine Aussprache erbeten, die 16-Jährige ließ ihn herein. Er war dann nicht mehr bereit, zu gehen, worauf sie sich zu vorgerückter Stunde in ihrem Zimmer einsperrte und schlafen legte. Der Bursch verblieb stundenlang allein auf der fremden Wohnzimmercouch, ehe er gegen 1.00 Uhr aus einem Küchenblock ein Messer mit einer Klingenlänge von 20 Zentimeter an sich nahm und die Tür des Schlafzimmers eintrat. Dann stach er dem schlafenden Mädchen fünfmal in Kopf, Nacken und Rücken.

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