17. Diagonale startet mit Filmhighlights und stellt Dokus ins Zentrum

Am 18. März wird die Diagonale mit der Doku "Das große Museum" eröffnet.
Am 18. März wird die Diagonale mit der Doku "Das große Museum" eröffnet. ©Diagonale/Martin Stelzl
Vom 18. bis 23. März findet das österreichische Filmfestival Diagonale in Graz statt. Der Dokumentarfilm "Das große Museum" ist dabei - ganz im Trend des vergangenen Produktionsjahres - der Eröffnungsfilm.
Diagonale-Preis-Gewinner 2013
Diagonale 2013

Bei der bereits 17. Diagonale steht Johannes Holzhausens “Das große Museum” stellvertretend für 23 Dokus, die den rund 1.300 Akkreditierten und gesamt knapp 25.000 Besuchern von Dienstag bis Sonntag präsentiert werden.

Diagonale: Eröffnungsfilm über KHM

Während sich Holzhausen, dessen Film bei der Berlinale uraufgeführt wurde, mit dem Kunsthistorischen Museum (KHM) in Wien befasst, finden sich unter den neun Erstaufführungen immerhin vier Personenporträts: Elisabeth Klocker würdigt die Avantgardekünstlerin Mara Mattuschka, Malte Ludin widmet sich dem Jazzmusiker Werner Pirchner und Christine Nagel begleitete die Schriftstellerin Ilse Aichinger, während Tizza Covi und Rainer Frimmel den Fotografen Erich Lessing vor die Kamera holten.

Zu den bekannten Dokumentarfilmern in Österreich zählen auch Joerg Burger, der sich in “Focus on Infinity” der Unendlichkeit annimmt, und Elisabeth Scharang, die das Projekt “Kick Out Your Boss” vorstellen wird. Dazu kommen die neuen Filme von den Riahi-Brüdern, Katharina Copony und Lisa Weber sowie im Jahresrückblick die Dokus der Promis Erwin Wagenhofer (“Alphabet”), Werner Boote (“Population Boom”), Claude Lanzmann (“Der Letzte der Ungerechten”) und Stefan Ruzowitzky (“Das radikal Böse”).

Zahlreiche Filmhighlights bei der Diagonale

Im Spielfilmbereich sind 16 Produktionen angesagt, wobei sich hier die Spannung in Grenzen hält: Die meisten Filme – von “Bad Fucking” über “Oktober November” bis hin zu “Das finstere Tal” – waren schon regulär im Kino zu sehen, die vier Uraufführungen von Ludwig Wüst, Peter Kern, Houchang Allahyari und Michael Glawogger stammen von altbekannten Dauergästen des Festivals. Neben der Österreichpremiere von Elfi Mikeschs “Fieber” warten mit der Komödie “High Performance” und der Schnitzler-Verfilmung “Fräulein Else” aber zudem auch zwei Neuproduktionen von jungen Regisseurinnen.

Specials im Programm

Mit der Schärfung des Festivalprofils ging auch ein Ausbau der Specials einher. Gewürdigt werden heuer etwa die französische Kamerafrau Agnes Godard und der Filmkünstler Manfred Neuwirth, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Mit dem Filmmuseum blickt man auf dessen 50-Jahr-Jubiläum mit einer fünfteiligen Filmschau, mit Synema auf das Schaffen des Schauspielers Peter Lorre, mit dem Kunsthaus auf die Arbeit des US-Künstlers James Benning.

Dazu gibt es Specials zum frühen Trash- und zum jungen Animationsfilm, wird über Film- und Förderpolitik diskutiert, wird Georg Friedrich für seine Schauspielkunst geehrt und widmet sich das alljährliche Branchentreffen den digitalen Verwertungsmöglichkeiten. Dass Streamings und Downloads die Verbreitung des heimischen Films fördern könnten, mag durchaus sein – die Arbeit eines Festivals wie der Diagonale, die als Forum die gesamte Branche für sechs Tage zusammenbringt, werden sie aber wohl kaum leisten können.

(APA/Red)

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