1:59-Marathon in Wien als Auftrag für weitere Events

Am Samstag konnte Kipchoge den Marathon unter zwei Stunden zurücklegen.
Am Samstag konnte Kipchoge den Marathon unter zwei Stunden zurücklegen. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Am Samstag konnte Eliud Kipchoge eine Strecke von 42,195 Kilometer unter zwei Stunden laufen. Für ihn ist der Wieer Prater auch für eine reguläre Sub-2-Std-Zeit denkbar.
Marathon-Geschichte in Wien geschrieben
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Marathon-Weltrekordler Eliud Kipchoge hat am Montag zwei Tage nach seinem historischen Lauf über 42,195 km unter zwei Stunden einen Stadtbummel in Wien absolviert. In der Bundeshauptstadt kam der Kenianer am Samstag unter "Laborbedingungen" auf eine Marke von 1:59:40,2 Stunden und schrieb damit Leichtathletik-Geschichte.

Leistung wird nicht als Weltrekord anerkannt

Auch wenn diese Leistung wegen diverser Kriterien wie dem häufigen Wechsel der Schrittmacher nicht als Weltrekord anerkannt wird, bezeichnete der Weltverband (IAAF) die Leistung als einen der größten bahnbrechenden Meilensteine der Leichtathletik-Geschichte. Die Organisatoren des Vienna City Marathons (VCM) wollen daraus u.a. für den jährlichen Laufsport-Event in und um die Wiener Innenstadt profitieren, Kipchoges Werbung dafür ist fraglos unbezahlbar.

"Die Strecke ist wirklich fantastisch schnell. Man kann hier auch auf kürzeren Distanzen großartige Zeiten laufen", sagte der 34-Jährige über die Prater Hauptallee, dem Herzstück des erfolgreichen Rekordversuchs. Der 34-Jährige hält es laut einer VCM-Aussendung auch für möglich, dass einmal in einen regulären, nach IAAF-Regeln durchgeführten Marathon im Prater die Zweistunden-Marke unterboten wird. "Ich weiß aber nicht, ob ich es bin, der das kann", fügte Kipchoge hinzu.

Zuschauer in Wien haben geholfen

Einen großen Anteil am Glücken des Projekts schrieb der Athlet den Zuschauern zu. "Die Zuschauer in Wien haben mir beim Lauf sehr geholfen. Es waren so viele Menschen aus der ganzen Welt hier, eine unglaubliche Stimmung." Auch das VCM-Team erhielt einen speziellen Dank. Kipchoge besuchte auf seiner Stadtbesichtigung mit seiner Ehefrau Grace und den Kindern Lynne, Griffin und Gordon u.a. die Kärntner Straße, den Stephansdom, das Mozarthaus und das Schloss Belvedere.

VCM-Geschäftsführer Gerhard Wehr war dabei, und stand auch noch immer im Bann der "INEOS 1:59 Challenge": "Aufgrund der Größe und Komplexität der Veranstaltung war es unglaublich, zu sehen, wie alle Teile zusammengepasst haben. Es war ein Team-Erfolg in jeder Hinsicht. Dazu gehört das großartige Interesse der Zuschauer. Es gibt nur ein erstes Mal. Wien hat damit einen Platz auf der Weltkarte des Sports fix eingenommen."

1:59-Marathon als goldene Chance für die Stadt Wien

VCM-Veranstalter Wolfgang Konrad knüpfte da an, dachte schon an den nächsten Schritt: "Der 1:59-Marathon in Wien ist nun ein Auftrag, das Konzept der Internationalisierung des Vienna City Marathon voranzutreiben. Der enorme sportliche und mediale Erfolg bietet eine goldene Chance für die Stadt Wien, eine nachhaltige Stärkung des VCM und des Laufsports zu forcieren, um wirtschaftlich, gesundheitspolitisch und sportlich zu profitieren, jedes Jahr und langfristig für die Zukunft."

Kipchoge befindet sich unter den elf Kandidaten für die Wahl zum "Leichtathlet des Jahres". Konkurrenten sind u.a. fünf US-Amerikaner, darunter mit Christian Coleman, Noah Lyles und Donovan Brazier die Weltmeister über 100, 200 und 800 m. Ebenso aus Kenia ist 1.500-m-Weltmeister Timothy Cheruyiot. Dazu kommen die Weltmeister Joshua Cheptegei (UGA/10.000 m), Steven Gardiner (BAH/400 m), Karsten Warholm (NOR/400 m Hürden), und Daniel Stahl (SWE/Diskus).

(APA/Red)

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